AUF: Herbert: Vorbereitungskurse für Polizeiwerber - der nächste Tiefpunkt in der österreichischen Sicherheitspolitik

Bevölkerung braucht gut ausgebildete Polizisten und keine "Pseudo-Sheriffs"

Wien (OTS) - "Dass die Landespolizeikommanden in Vorarlberg - und dem Vernehmen nach auch bald in Wien - eigene Vorbereitungskurse für zukünftige Exekutivbeamte veranstalten wollen, weil nur rund 10 Prozent der Polizeibewerber die Aufnahmekriterien bestehen, zeigt nicht nur einmal mehr das dramatische Versagen der österreichischen Bildungspolitik auf, sondern bedeutet auch einen völlig falschen Umgang von Innenministerin Mikl-Leitner mit den erforderlichen Anforderungskriterien für österreichische Polizistinnen und Polizisten", reagiert heute der Bundesvorsitzende der AUF und freiheitliche Bereichssprecher für den Öffentlichen Dienst, NAbg. Werner Herbert, auf entsprechende Medienberichte.

Anstelle zu hinterfragen, warum bei den Aufnahmetests kaum einer der Polizeibewerber auch nur über die grundlegendsten Kenntnisse in Mathematik und Deutsch - und hier insbesondere Rechtschreibung und Grammatik - sowie über die erforderlichen körperlichen Voraussetzungen verfüge, werde nunmehr offensichtlich versucht, fehlendes Wissen und nicht vorhandene körperliche Fitness durch einen oberflächlichen und verkürzten "Crash-Kurs" zu ersetzen, so Herbert.

Ob so die optimalen Kandidaten für den Polizeidienst gefunden werden, mag wahrlich bezweifelt werden. "Nicht nur, dass diese Methode kaum geeignet ist, ie bestgeeigneten Bewerber für einen anspruchsvollen und sensiblen Polizeiberuf zu finden, ist auch die damit verbundene Botschaft an die Bevölkerung, nämlich 'Egal ob schlecht oder gar nicht geeignet für die Polizei, Hauptsache es stimmt die Quote' mehr als bedenklich und zeigt einmal mehr die Hilflosigkeit und Gedankenlosigkeit von Innenministerin Mikl-Leitner bei der Bewältigung des mittlerweile offensichtlichen Personalnotstandes bei der Exekutive", kritisiert Herbert. Der nächste logische Schritt wäre dann wahrscheinlich die gänzliche Abschaffung aller Aufnahmetests bei der Polizei, "oder man überlässt es den Polizeibewerbern - natürlich ohne jegliche Prüfung - gleich selbst zu entscheiden, ob sie die Polizeiausbildung bestanden haben oder nicht", so Herbert weiter.

Innenministerin Mikl-Leitner sei daher aufgefordert, diesen verantwortungslosen Umgang mit dem Berufsbild der Exekutive sofort zu unterbinden. "Unsere Bevölkerung hat ein Recht auf qualifizierte und gut ausgebildete Polizistinnen und Polizisten und braucht keine gnadenhalber eingestellten 'Pseudo-Sheriffs'. Nicht die Quantität, sondern die Qualität ist hier entscheidend, weshalb auch die hohen Leistungsstandards bei der Polizei unbedingt beibehalten werden müssen", fordert Herbert abschließend.

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