Somalia: Nach SOS-Kinderdorf nun auch SOS-Klinik in Mogadischu evakuiert

Mogadischu/Wien (OTS) - Zum ersten Mal nach dem Start der SOS-Kinderdorf Arbeit in Mogadischu 1985, musste nach dem SOS-Kinderdorf nun auch die SOS-Klinik evakuiert werden. Nach schwerem Artilleriebeschuss gestern Morgen, beklagt SOS-Kinderdorf zudem den Tod eines langjährigen Mitarbeiters, der seit 1994 in der Wäscherei der SOS-Klinik arbeitete.

Seit drei Tagen ist das Gelände, auf dem das SOS-Kinderdorf und die SOS-Klinik in Mogadischu liegen, unter schwerem Beschuss. Bereits Mitte August wurden die SOS-Kinderdorf-Familien evakuiert. Schon letztes Jahr hat SOS-Kinderdorf im Afgoye Korridor, 13 Kilometer von Mogadischu entfernt, fünf Notunterkünfte errichtet, um für solche Fälle gerüstet zu sein. Alle zehn SOS-Familien sind dort sicher untergebracht.

Seit drei Tagen liegt SOS-Kinderdorf in der Gefechtszone
Nach schwerem Artillerie- und Granatenbeschuss der Truppen aus Somalia und der Afrikanischen Union, schlugen die Al Shabaab Miliz zurück, die bis dahin das SOS-Gelände unter ihrer Kontrolle hielten. Laut Berichten von vor Ort ist das SOS-Kinderdorf Gelände noch immer direkte Kampfzone. Die Al Shabaab soll weiterhin einige Abschnitte besetzt halten.

Diese komplette Evakuierung aller SOS-Kinderdorf Einrichtungen in Mogadischu ist die erste seit dem Start der SOS-Kinderdorf Arbeit in Somalias Hauptstadt seit 1985.

SOS-Kinderdorf half im September 12.000 Kindern und Familien in Somalia

Die SOS-Nothilfe im Flüchtlingscamp Badbado ist laut Berichten nicht beeinträchtigt und wird fortgeführt. Alleine im September 2011 wurden durch lokale Mitarbeiter von SOS-Kinderdorf Somalia knapp 12.000 Kindern und Familien in der SOS-Klinik Mogadischu und durch die mobile SOS-Klinik im Flüchtlingslager Badbado medizinisch versorgt.

Für die Durchführung der SOS-Nothilfeprogramme in Ostafrika (Kenia, Äthiopien und Somalia) bittet SOS-Kinderdorf die Menschen in Österreich weiterhin um Unterstützung:

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