BZÖ-Bucher fordert Stresstests für alle österreichischen Banken

Situation immer besorgniserregender - BZÖ-Chef erwartet sich Gehaltsreduktion von Treichl und Co.

Wien (OTS) - BZÖ-Bündnisobmann Klubobmann Josef Bucher verlangte heute im Rahmen seiner Pressekonferenz einen Stresstest für alle österreichischen Banken unter Berücksichtigung des kommenden Schuldenschnitts Griechenlands. "Die Situation wird immer besorgniserregender. Die Erste Bank prescht mit Wertberichtigungen in der Höhe von über 900 Millionen Euro vor, die Dexia Bank, die noch vor drei Monaten als zwölftbeste Bank von 91 getesteten Häusern durch den Stresstest gekommen ist, musste jetzt verstaatlicht werden. Damit wurde der europäische Stresstest als wertlos enttarnt. Daher müssen in Österreich alle Banken einem nationalen Stresstest unterzogen werden. Denn die Steuerzahler müssen wissen, welche Zahlungen für die Banken noch auf sie zukommen", so Bucher, der darauf verwies, dass die Österreichische Volksbanken AG bei diesem europäischen Stresstest sogar durchgefallen sei.

Der BZÖ-Chef kritisierte das Verwirrspiel von Erste Group Chef Treichl rund um die Rückzahlung der Staatshilfen aus dem Jahr 2008. Noch am 29. Juli habe Treichl gesagt, dass "er mit dem Bund alle Modalitäten zur Rückzahlung der Staatshilfe geklärt habe und dass die Transaktion im September erfolgen werde". "Jetzt zweieinhalb Monate später erklärt er genau das Gegenteil und will nicht zurückzahlen. Ich gehe daher davon aus, dass die Manager-Gehälter bei der Erste Group auf Basis der neuen Verlustzahlen berechnet und gekürzt werden. Denn davor hatten sich der Vorstand eine 75 prozentige und Treichl selbst eine 88 prozentige Gehaltserhöhung für 2010 genehmigen lassen."

Einmal mehr zeige sich jetzt deutlich, dass es sich bei den Rettungsmaßnahmen nicht um eine Rettung Griechenlands, sondern in Wahrheit der Banken handle. "Die Strategie der EU-Staatschefs, mit Milliardenzahlungen auf Zeitgewinn zu setzen, ist völlig falsch. Es muss ein Ende mit Schrecken statt einen Schrecken ohne Ende geben. Jetzt ruhen die Hoffnungen auf der Slowakei, wo hoffentlich die Milliardenzahlungen in EU-Pleiteländer abgelehnt werden", so Bucher.

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