Metallindustrie: Gewerkschaften werden vorsorglich Streikfreigabe beschließen

Rund 2.000 BetriebsrätInnen bei Länderkonferenzen, bis zur Stunde rund 400 Betriebsversammlungen in ganz Österreich

Wien (OTS) - (PRO-GE/GPA-djp/ÖGB) - Vor der zweiten Kollektivvertragsverhandlung in der Metallindustrie, des Bergbaus und der Gas- und Wärmeversorgung am 12. Oktober haben die Beschäftigten den Druck auf die Arbeitgeber deutlich erhöht. Seit dem 5. Oktober nahmen in Länderkonferenzen in ganz Österreich etwa 2.000 Betriebsrätinnen und Betriebsräte teil. Bis einschließlich heute Abend werden mehr als 400 Betriebsversammlungen abgehalten. In den beschlossenen Resolutionen wird für die rund 165.000 Beschäftigten ein fairer Anteil am wirtschaftlichen Erfolg gefordert. Falls es keine Einigung am 12. Oktober gibt, werden gewerkschaftliche Aktionen und erste Kampfmaßnahmen gesetzt. Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp werden daher noch am Mittwoch die letzten dafür notwendigen Beschlüsse zur Streikfreigabe über den ÖGB fassen. ++++

"Das bisher von den Arbeitgebern vorgelegte Angebot reicht bei weitem nicht. Die Stimmung in den Betrieben ist eindeutig, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollen ein deutliches Plus im Geldbörsel. Es geht um einen fairen Anteil am bereits erzielten Erfolg. Zumal Eigentümer und Aktionäre auch aus dem bereits eingefahrenen Gewinn bedient werden und das nicht zu knapp", sagen Rainer Wimmer, Vorsitzender der PRO-GE und Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp. Außerdem seien die geforderten 5,5 Prozent Lohn- und Gehaltserhöhung mehr als gerechtfertigt, wenn man die hohe Inflation, das sehr gute Wirtschaftswachstum 2011 und die industrielle Produktivitätssteigerung betrachtet.

Wichtige Anliegen sind für die Gewerkschaften die stärkere Erhöhung der niedrigen Einkommen, da diese Gruppen stärker unter den Preissteigerungen von über 3 Prozent monatlich betroffen sind und die verbesserte Einkommensentwicklung von Frauen. "Unsere Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben haben deutlich gesagt, was sie sich von den Verhandlungen erwarten: Bei der Verteilung der Unternehmenserfolge dürfen nicht nur Eigentümer und Manager kassieren, sondern auch die Beschäftigten müssen einen fairen Anteil erhalten. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit", so Wimmer und Proyer.

Die zweite Verhandlungsrunde beginnt am 12. Oktober um 11.00 Uhr in der Wirtschaftskammer Österreich.

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