JVP NÖ Rausch: Nicht Menschen sind so krank, sondern das System

Vorschläge der Sozialpartner werden uns nicht retten

St. Pölten (OTS/NÖI) - Anlässlich des Dialogs der Sozialpartner in Bad Ischl stellt JVP NÖ Landesobfrau BR Mag. Bettina Rausch klar:
"Nicht die Menschen sind so krank, sondern das Pensionssystem ist krank. Wenn in Österreich 450.000 Menschen in Invaliditätspension sind, davon knapp die Hälfte noch im erwerbsfähigen Alter, dann stimmt hier was nicht. Wir müssen viel stärker an Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation arbeiten statt die Menschen - wie das jetzt der Fall ist - viel zu früh in die Invaliditätspension praktisch 'abzuschieben'. Mit Ausnahme von schwer chronisch bzw. unheilbar Kranken miss es andere Wege, etwa einen auf bis zu 12 Monate verlängerten Sonderkrankenstand, nach dem man in den alten oder einen neuen Beruf zurückkehrt, geben. Arbeiten ist ja auch sinnstiftend, Nichtstun macht eher noch kränker", ergänzt Rausch.

Die Vorschläge der Sozialpartner von dieser Woche sind aus Sicht der Jungen Volkspartei jedenfalls bei Weitem nicht ausreichend. Die Österreicherinnen und Österreicher gehen heute mit durchschnittlich 59 Jahren in Pension, laut Gesetz dürfte man das erst mit 65. Und die Zahlungen an die jetzigen Pensionistinnen und Pensionisten werden von den heute Erwerbstätigen aufgebracht - in wenigen Jahren kommt auf einen Pensionisten ein Erwerbstätiger. "Das können wir uns schon jetzt kaum leisten, schon bald fährt das System gegen die Wand", warnt Bundesrätin Bettina Rausch. "Das tatsächliche Pensionsantrittsalter muss stärker steigen, als dies mit den Vorschlägen der Sozialpartner erreicht werden kann. Wenn das Alter, mit dem Leute im Durschnitt in Pension gehen, um nur einen Monat steigt, bringt uns das 116 Millionen Euro im Jahr - Geld, das wir dringend brauchen, um unser Pensionssystem abzusichern", so Rausch.

"Es fehlt heute leider der Mut, diese schwierige Fragen wirklich anzugehen. Als Junge brauchen wir Lösungen jetzt und nicht erst später, wenn wir die Rechnung für diese Versäumnisse präsentiert bekommen. Jung sind wir jetzt. Und den notwendigen Mut müssen wir jetzt aufbringen. Hier ist die Politik gefordert. Und somit auch wir", zeigt sich die JVP NÖ Landesobfrau BR Mag. Bettina Rausch entschlossen. "Die Beiträge zu unserem Sozialsystem müssen fair zwischen den Generationen aufgeteilt werden, damit das System schlussendlich für alle tragbar ist. Jeder und jede Einzelne hat hier eine Verantwortung für die Gesellschaft."

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