Öllinger zu Pensionen: Sozialpartnerschaftliche Erschöpfungszustände und Altersbeschwerden

Sozialpartnervorschläge werden kurzfristig bei Pensionen kaum was bewegen

Wien (OTS) - "Den Sozialpartnern hätte eine Kur in Bad Ischl offensichtlich selbst gut getan. Dafür wäre allerdings ein längerfristiger Aufenthalt notwendig gewesen", kommentiert Karl Öllinger, Sozialsprecher der Grünen die Ergebnisse der Sozialpartner-Klausur von Bad Ischl. Öllinger erkennt in den Vorschlägen der Sozialpartner "Erschöpfungszustände" und "Altersbeschwerden".

"Man kann sicher über das eine oder andere Detail der Vorschläge diskutieren. Es muss mir aber erst einmal jemand erklären, was es für einen Sinn machen soll, Personen, die um eine Korridorpension mit Abschlägen angesucht haben, mit einem Zuschlag für den Verzicht zu belohnen. Ähnliches gilt für die Langzeitversichertenpension. Das führt doch im Extremfall nur dazu, dass alle, die ohnehin bis 65 arbeiten wollen und können, um eine Frühpension ansuchen und sich dann einen Bonus für das Weiterarbeiten zahlen lassen", so Öllinger. Besonders schmerzhaft ist für den Sozialsprecher der Grünen der Verzicht auf jegliche präventive Maßnahmen:"Fit2work ist sicher eine gute Maßnahme. Sie setzt aber auch erst ein, wenn die Leute schon krank geworden sind".

Eine besondere Bösartigkeit erkennt Öllinger in der Androhung der Sozialpartner, dass Personen, die wegen einer psychischen Erkrankung um eine Invaliditätspension ansuchen, in Zukunft mit einem stationären Aufenthalt rechnen müssen: "Das zeigt mir nur, dass die Sozialpartner Menschen mit psychischen Erkrankungen nicht ernst nehmen und in ihnen in erster Linie Simulanten sehen".

Öllinger glaubt nicht daran, dass mit dem Sammelsurium der Sozialpartner kurzfristig Effekte erzielbar seien. "Die Sozialpartner sollten sich meiner Ansicht nach darauf konzentrieren, das Pensionssystem bis 2035, das ist das Jahr, nach dem die Anhebung des Frauenpensionsalters auf 65 abgeschlossen ist, zukunftstauglich zu machen und bis dahin durch längerfristige Maßnahmen dafür zu sorgen, dass die Gesundheit der Erwerbsbevölkerung erhöht wird".

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