Junge ÖVP ad Sozialpartner: Zahnlose Ankündigungen statt mutige Reformen

Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters muss jetzt erfolgen und nicht erst in zwanzig Jahren

Wien, 11. Oktober 2011 (OTS) Die Junge ÖVP beurteilt die gestern von den Sozialpartnern präsentierten Vorschläge über eine Pensionsreform kritisch: "Die Sozialpartner hätten die Chance gehabt, uns Junge durch eindeutige und mutige Forderungen beim
Thema Pensionen von ihrer Entschlossenheit zu überzeugen. Stattdessen wird mit dem Sozialpartnerpapier das eigentliche Ziel aus den Augen verloren. Besonders erstaunlich ist es, dass die Sozialpartner damit zufrieden sind, wenn Männer im Jahr 2020 mit 61 Jahren statt mit 65 in Pension gehen. Als Vertreter der Jungen ist eine derart kurzfristige Sicht des Pensionsthemas für uns nicht hinnehmbar", zeigt sich Axel Melchior, Generalsekretär der Jungen ÖVP, besorgt. ****

Die Junge ÖVP hat letzte Woche ihr Reformpapier zur Anhebung des tatsächlichen Antrittsalters präsentiert und dort klar aufgezeigt wie wichtig es ist, dass jetzt mutige Maßnahmen gesetzt werden, die möglichst schnell und effektiv greifen. Neben vielen anderen Bereichen sieht das JVP-Papier zum Beispiel vor, dass auf die Erhöhung der Anreize für längeres Arbeiten in logischer Konsequenz auch eine Anhebung der Abschlagszahlungen für vorzeitige Pensionierungen folgen muss. Des Weiteren vermisst die Junge ÖVP das Bekenntnis der Sozialpartner zu einem baldigen Ende der Hacklerregelung: "Höhere Anreize für längeres Arbeiten sind nur dann sinnvoll, wenn gleichzeitig die Abschläge bei vorzeitigen Pensionen ebenfalls steigen. Davon ist leider im Papier der Sozialpartner nichts zu finden, ebenso wie das verfassungskonforme Auslaufen der kostspieligen Hacklerregelung“, erläutert Melchior weitere Kritikpunkte aus Sicht der Jungen ÖVP abschließend.

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