FSG-LehrerInnen: Mehr Förderung im Kindergarten und Volksschule

Es geht um die Zukunft einer ganzen Generation

Wien (OTS/FSG) - "Immer mehr Kinder stecken in familiären Beziehungsstörungen und das wirkt sich auf ihr Verhalten im Kindergarten und Volksschule aus. Wir brauchen daher eine verstärkte Förderung, damit diese Kinder bereits frühzeitig speziell betreut werden können", fordert Thomas Bulant, FSG-Vorsitzender in der PflichtschullehrerInnengewerkschaft.++++

Wenn heute immer öfter über Verhaltensstörungen bei Jugendlichen geklagt werde oder Arbeitgeber aufschreien, dass SchulabgängerInnen die notwendigen Fähigkeiten für eine Lehre fehlen, dann sind die Ursachen in den ersten Lebensjahren zu suchen. "Es geht um die Zukunft einer ganzen Generation. Viele der heutigen Kinder könnten später arbeits- und lebensunfähig werden", ist Bulant daher alarmiert.

Für den FSG-Gewerkschafter sind PädagogInnen keine Erziehungsbeauftragte, sondern Erziehungsberechtigte mit Expertenstatus. Elementar- und VolksschulpädagogInnen können Defizite, die in Störungen der Familien begründet sind, ausgleichen, um mit Lernprozessen der Grob- und Feinmotorik sowie der Kulturtechniken überhaupt beginnen zu können. Bulant: "Wir müssen uns daher auch bei der Förderung auf diese Lebensphase und damit auf Kindergarten und Volksschule konzentrieren. Später wird es teurer oder ist überhaupt zu spät."

Der FSG-Gewerkschafter ist überzeugt, dass bestens ausgebildete PädagogInnen die Familie zwar nicht ersetzen, aber zumindest ergänzend wirken können. Bulant: "Dafür müssen Bund, Länder und Gemeinden an einem Strang ziehen, der Betreuungsschlüssel zugunsten der Kinder gesenkt werden und die Teamarbeit der PädagogInnen ermöglicht werden. Notwendig ist aber auch eine Ausbildung und Besoldung der Elementar- und VolksschulpädagogInnen entsprechend ihrer gehobeneren Bedeutung."

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