Niederösterreichische Firma erleidet 1,6 Millionen Euro Schaden aus Treasury-Geschäften Finanzbuddha wirft Investkredit Fehlberatung vor

Wien (OTS) - Fehlberatung und überhöhte Margen wirft das Finanzberatungsunternehmen Finanzbuddha der Investkredit im Zusammenhang mit einem spekulativen Treasurygeschäft vor, bei dem ein Unternehmen aus Niederösterreich mehr als 1,6 Millionen Euro verloren hat.

Eine Nachkalkulation dieses Finanzgeschäftes durch den gerichtlich beeideten Sachverständigen Sascha Stadnikow (Finanzbuddha) hat ergeben, dass die Investkredit aus diesem Spekulationsgeschäft einen Nettoertrag von mehr als 130.000 Euro erwirtschaftet hat. "Eine Marge, die marktunüblich ist," so Stadnikow.

Bei einer marktüblichen Marge von 1,5 Prozent würde der aktuelle Kursverlust heute maximal 370.000 Euro betragen. Der tatsächliche Verlust beläuft sich jedoch auf mehr als 1,6 Millionen Euro. Der Euro/Schweizer Franken Cross Curruncy Swap hatte zum Abschlusszeitpunkt einen Marktwert von 5,65 Prozent des Volumens. Lediglich 2,33 Prozent, als rund 41 Prozent wurden jedoch in die Absicherung der Kursverluste investiert. Die restlichen 59 Prozent wurden als Marge von der Investkredit vereinnahmt, so der Vorwurf von Finanzbuddha. Hier gebe es offensichtlich einen Interessenskonflikt zwischen verpflichtender objektiver Beratung eines Kunden und der Ertragsmaximierung der Bank. Laut einer Rechtssprechung des deutschen Bundesgerichtshofes kann dies auch rechtlich verfolgt werden. Bei einem ähnlichen Fall in Deutschland wurde am 22.3. 2011 die Deutsche Bank zu Schadensersatz verurteilt, nachdem ein mittelständisches Unternehmen hohe Verluste bei hochkomplexen Zinswetten erlitten hatte.

In einem Schreiben an Investkredit-Generaldirektor Gerald Wenzel lehnt das niederösterreichische Unternehmen ein Angebot der Bank, 30 Prozent des entstandenen Schadens ersetzt zu bekommen ab. Der Schadenersatz könne erst nach Offenlegung der Finanztransaktion sowie der objektiven Ermittlung der Schadensursache festgelegt werden.

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