• 10.10.2011, 11:04:15
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FPÖ: Mühlberghuber: Pro Juventute soll väterfeindliche Werbekampagne einstellen

Gemeinsame Obsorge könnte in vielen Fällen Fremdbetreuung von Kindern verhindern

Wien (OTS) - Die freiheitliche Nationalratsabgeordnete Edith
Mühlberghuber übt scharfe Kritik an einem Fernseh-Werbespot der
Organisation Pro Juventute. Durch die Darstellung eines herzlosen, an
der Zeichnung seiner Tochter nicht interessierten Vaters würden in
überaus klischeehafter, aber der Realität nicht entsprechender Weise
Väter als Ursache für Kinderleid hingestellt. Die Organisation bietet
in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Kindern ein Zuhause, die ihrem
häuslichen Umfeld entzogen werden, weil sie dort mit Gewalt,
Vernachlässigung oder auch schlichter Überforderung der Eltern bei
der Kindererziehung konfrontiert sind.

"Der Werbespot suggeriert ganz eindeutig, dass es überwiegend die
Väter sind, die für Kinderleid verantwortlich sind. Das ist nicht
richtig. Oft ist es sogar so, dass Kinder von alleinerziehenden
Müttern abgenommen und in Fremdbetreuung übernommen werden, ohne dem
leiblichen Vater eine Chance auf die Obsorge zu geben", so
Mühlberghuber.

Die vielen Fälle von Kindesabnahmen seien eines der negativen
Resultate der in Österreich nach wie vor fehlenden verpflichtenden
gemeinsamen Obsorge im Scheidungs- oder Trennungsfall: "Viele Väter
würden sich gerne um ihre Kinder kümmern, erhalten aber dazu nicht
die Gelegenheit, wenn die Mütter das nicht wollen, die im Streitfall
ganz überwiegend die alleinige Obsorge zugesprochen bekommen",
schildert Mühlberghuber die Problematik. Auch sei es so, dass in
vielen Fällen die betroffenen Eltern kaum noch eine Chance hätten,
Kindesabnahmen rückgängig zu machen, selbst wenn diese unter falschen
Annahmen durchgeführt wurden. "Die rechtlichen Möglichkeiten von
Eltern sind hier viel zu gering. Dazu kommt, dass die Gerichte sich
meist ohne nähere Prüfung der Umstände auf die Seite des Jugendamtes
schlagen und dessen Empfehlungen eins zu eins umsetzen", so
Mühlberghuber. Dabei sei es völlig klar, dass das Jugendamt einen
Fehler kaum selbst zugeben würde und daher die Gerichte hier
besonders gefordert seien, derart schwerwiegende Entscheidungen
sorgfältig zu prüfen.

Angesichts all dieser kritischer Umstände im Zusammenhang mit der
Fremdbetreuung von Kindern sei es besonders empörend, dass eine dafür
verantwortliche Organisation wie Pro Juventute mit einem derart
oberflächlichen und väterfeindlichen Spot um Spenden werbe. "Ich
fordere Pro Juventute daher auf, diesen Kampagne umgehend
einzustellen", so Mühlberghuber.

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