AK zur Metall-Branche: Gewinne steigen um über 40 Prozent

Tumpel: Höchste Zeit, dass die Beschäftigten ihren gerechten Anteil bekommen

Wien (OTS) - Mit dem Einsatz und der Kraft der Beschäftigten haben die Metallunternehmen wieder sehr gute Gewinne gemacht. "Jetzt ist es Zeit, dass die Beschäftigten ihren gerechten Anteil bekommen", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Aber die Unternehmen lassen lieber die Aktionäre abkassieren statt zu investieren. Eine aktuelle Analyse der AK zur Lage in über 200 Unternehmen der Metallindustrie zeigt: Die Auftragsbücher sind voll, die krisenbedingten Umsatzeinbrüche sind beinahe wettgemacht, die Gewinne sind auf Rekordniveau. So stieg der ordentliche Betriebserfolg (EBIT) um mehr als 40 Prozent auf rund 2,2 Mrd. Euro. Diese Rekordzahlen übertreffen alle Erwartungen und Prognosen: "Bei diesen guten Gewinnen ist es nur recht und billig, wenn auch die Beschäftigten ihren fairen, nachhaltigen Anteil daran bekommen", fordert der AK Präsident.

Gerade in der Metallindustrie gibt es keinen wirtschaftlich belegbaren Grund zur Lohnzurückhaltung: Die AK-Studie zeigt: Die aktuellen Kursturbulenzen an den Börsen schaden der Realwirtschaft in der Metallbranche nicht. Auch die aktuellsten Daten für das Jahr 2011 zeigen einen starken Aufwärtstrend. In den ersten 5 Monaten dieses Jahres lag der Produktionswert, der Wert der produzierten Güter der Branche, bei knapp 24 Milliarden Euro und damit mehr als 24 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Damit setzt sich der Aufwärtstrend des Jahres 2010 auch in diesem Jahr fort. Bereits 2010 hatte sich der Produktionswert signifikant um 12 Prozent verbessert auf über 50,5 Milliarden Euro.

Auch die Entwicklung der Auftragseingänge zeigt, dass sich die Metallindustrie wieder auf Rekordkurs befindet. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2011 konnten sich die Metall-Unternehmen über ein Auftragsplus von fast 30 Prozent freuen. Damit sind auch die Umsätze für die nächsten Monate gesichert.

"Hinter diesen Zahlen steht die Leistung der Beschäftigten", so Tumpel. Doch vor allem die Eigentümer profitieren von den Erfolgen. Denn fast den gesamten erwirtschafteten Gewinn, über 90 Prozent, reichen die Unternehmen an die Aktionäre oder Muttergesellschaften als Dividenden weiter. Inzwischen machen die Dividenden schon fast 60 Prozent der Lohnkosten und das Dreifache der Investitionen aus. "Alles dreht sich nur noch um den Gewinn für die Eigentümer. Das geht an die Substanz der Unternehmen und auf Kosten der Beschäftigten", so Tumpel.

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