Housing First in Wien - neunerHAUS legt Studie vor

Wien (OTS) - "Der Verein neunerHAUS hat sich bereits eingehend mit dem Housing First-Ansatz beschäftigt und im Frühjahr 2011 eine Studie unter dem Titel Housing First in Wien. Internationale Diskurse, fachliche Standards und Herausforderungen der Implementierung verfasst" reagiert Markus Reiter, Geschäftsführer des Vereins neunerHAUS, auf die heutige Ankündigung der Stadt Wien und freut sich über die Bereitschaft der rot-grünen Stadtregierung und des Fonds Soziales Wien, diesen innovativen Ansatz in Wien umzusetzen.

Neue Wege für Wohnungslosenhilfe in Wien

Die Wohnungslosenhilfe funktioniert derzeit im Wesentlichen nach dem Prinzip: Zuerst verpflichtende Betreuung in einer Einrichtung, erst dann Vermittlung in eine eigene Wohnung.

Housing First geht einen revolutionär neuen Weg: Am Anfang steht die eigene Wohnung. Begleitend wird eine für die jeweiligen individuellen Bedürfnisse maßgeschneiderte Betreuung angeboten, um Selbstbefähigung und Selbstbestimmung der betroffenen Menschen bestmöglich zu erhalten und zu fördern. Eine eigene dauerhafte Wohnung soll den Betroffenen Stabilität und Bindung bieten, um positive Veränderungen zu erreichen.

Housing First in den USA

Housing First ist ein innovativer Ansatz in der Sozialarbeit mit obdachlosen Menschen, der sehr hohen fachlichen Standards folgt und vor etwa 15 Jahren in den USA mit dem Pionierprojekt "Pathways to Housing" entwickelt, umgesetzt und in zahlreichen Studien positiv evaluiert wurde. Inzwischen haben sich mehrere europäische Staaten für Housing First entschieden (u.a. Finnland, Dänemark, Großbritan-nien).

neunerHAUS engagiert sich für "Wiener Modell" von Housing First

Auf Basis der neunerHAUS-Studie lud der Fachbereich Wohnungslosenhilfe des Fonds Sozialen Wien gemeinsam mit dem neunerHAUS weitere Organisationen der Wohnungslosenhilfe zu einer Perspektivengruppe ein, die noch im Herbst 2011 über die Standards und Umsetzung diskutiert. "Wir sind dem FSW sehr dankbar, dass er gemeinsam mit uns VertreterInnen der WWH dieses zukunftsweisende Modell entwickelt", so Markus Reiter.

Das neunerHAUS hat es sich zum Ziel gesetzt, Kooperationen mit dem sozialen und gemeinnützigen Wohnbau sowie der privaten Immobilienwirtschaft zu schließen, um gemeinsam leistbaren Wohnraum zu schaffen und mit Housing First neue Maßstäbe in der kommunalen Sozialpolitik zu setzen.

Die erwähnte neunerHAUS-Studie wurde von Dr. Volker Busch-Geertsema, der seit Jahren zum Thema forscht und publiziert, wissenschaftlich begleitet. Unter www.neunerhaus.at steht die Studie nun allen Interessierten zum Download zur Verfügung.

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Mag.a Ruth Gotthardt / Leitung PR, Marketing & Fundraising
neunerHAUS - Hilfe für obadchlose Menschen
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