Korun: Zahl jüngerer AsylwerberInnen wird steigen, Maßnahmen notwendig

Schubhaft für 16 und 17-Jährige tritt Kinderrechte mit Füßen

Wien (OTS) - Der heute vorgestellten Analyse des Menschenrechtsbeirats zu "Kindern und Jugendlichen im fremdenrechtlichen Verfahren" kann die Menschenrechtssprecherin der Grünen, Alev Korun, aus Informationen aus der Praxis nur beipflichten: "Die Zulassung der Schubhaft für 16- und 17-Jährige ist eine Katastrophe. Um den Preis von gesundheitlichen Schäden versucht die Bundesregierung per Röntgenstrahlen die Volljährigkeit nachzuweisen, auch wenn das Ergebnis kein sicheres ist. So oft die Phrase des 'Wohls der Jugendlichen' von der Regierung auch bemüht wird, Fakt ist, dass jugendlichen AsylwerberInnen ab ihrer Ankunft in Österreich das pure Misstrauen entgegenschlägt", meint Korun.

In den letzten Jahren wurden die Minderjährigkeit und Schutzwürdigkeit von jungen Asylsuchenden immer mehr untergraben. Die Jugendämter können sich wegen Überlastung oft nicht ihrer annehmen. Ihre Minderjährigkeit wird von Asylbehörden pauschal in Frage gestellt und sie werden gezwungen, um den Preis der Schädigung ihrer Gesundheit per Röntgenstrahlen diese "nachzuweisen". "Abwehrpolitik gegenüber Asylsuchenden hat nun auch massive Folgen für schutzsuchende Jugendliche. Diese Entmenschlichung muss sofort gestoppt werden. Wie vor dem Beschluss der Gesetzesverschärfungen der letzten Jahre auch, fordere ich die Bundesregierung auf, die Schubhaft für Minderjährige endlich zu verbieten, bei Altersfeststellungen keine gesundheitsschädigenden Verfahren mehr anzuwenden und im Zweifelsfall für die Minderjährigkeit des Antragstellers zu entscheiden", fordert Korun.

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