Grüne Wien/Hebein: Eigene Wohnung und kompetente Betreuung für Obdachlose

Housing First wichtige Neupositionierung in der Wohnversorgung in Wien

Wien (OTS) - Die Sozialsprecherin der Grünen Wien, Birgit Hebein, begrüßt den Start des rot-grünen Koalitionsprojektes "Housing First". "Mit dem Housing First-Konzept beschreitet Wien einen neuen Weg in der Wohnversorgung und Betreuung wohnungsloser und von Wohnungslosigkeit betreuter Menschen. In den nächsten Jahren soll Schritt für Schritt das bestehende Stufensystem der Wiener Wohnungslosenhilfe zu einem System geändert werden, wo am Anfang die eigene Wohnung steht und begleitend dazu die für den Betroffenen passende Betreuung vor Ort gewährleistet wird," erläutert Hebein.

Das Modell Housing First wurde ursprünglich in New York entwickelt und in den letzten Jahren von verschiedenen europäischen Ländern und Städten aufgegriffen. "Gerade in Großstädten sind hohe Wohnungskosten ein für viele unüberwindbares Hindernis. Eine Delogierung stellt für viele Menschen den Tiefpunkt in einer Reihe von Problemen dar," so Hebein. Kernidee des Housing First Konzepts ist es, Menschen so rasch wie möglich wieder in eine eigene und leistbare Wohnung zu vermitteln. Dazu wird - je nach Bedarf - mittels ambulanter Betreuung für eine gute Integration im neuen Wohnumfeld gesorgt. Je nach Bedarf kann dies Sozialberatung oder auch intensive psychologische, mediznische oder andere Betreuung sein. "Denn wer einen Jobverlust hinter sich hat und dadurch die Wohnung verloren hat, benötigt andere Unterstützung als jemand mit einer Suchterkrankung oder etwa eine Familie", so Hebein.

Hebein: "Dort wo sich bisher obdachlose Menschen sich im Stufenplan von Nachtquartier zum Übergangswohnheim bis hin zum betreuten Wohnen räumlich verändern mussten und damit die Betreuung in den Einrichtungen immer wieder neu aufgebaut werden musste, gibt Housing First den betroffenen Menschen von Anfang an Sicherheit und punktgenaue Unterstützung und Beratung." Das Vermeiden von Wohnungs-und Heimwechsel durch Housing First ist vor allem für delogierte Familien mit Kleinkindern als auch für Menschen mit psychischen Problemen ein großer Vorteil.

Hebein begrüßt, dass nun der Fonds Soziales Wien gemeinsam mit dem Verein neunerHAUS eine Perspektivengruppe leitet, wo mit Vertretern der Wohnungslosenhilfe und des Magistrats über Standards und erste Umsetzungsmaßnahmen bis Jahresende festgelegt werden.

"Der Housing First Ansatz ist Teil eines umfassenden Konzepts, welches auch den Ausbau der Delogierungsprävention und den sozialen Wohnbau umfasst", so Hebein abschließend.

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