ÖH zu Grünewald: Grundsicherung für Studierende zu begrüßen

Grundsicherung muss vom Einkommen der Eltern entkoppelt sein

Wien (OTS) - "Die heutige Pressekonferenz von Grünen -Wissenschaftssprecher Grünewald kann als Schritt in Richtung ernst gemeinter sozialer Absicherung von Studierenden gewertet werden. Ein Grundeinkommen für Studierende ist schon längst eine Forderung der ÖH und es freut uns, dass sie nun endlich aufgegriffen wird. Die bemessene Höhe von 300 Euro für alle Studierenden ist jedoch zu wenig. Der Vorschlag von Grünewald, die zusätzlichen Beihilfen teilweise in Form von verzinsten Darlehen zurückzuzahlen, führt zur frühen Verschuldung von Studierenden", so Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung.

"Zu begrüßen ist, dass das komplizierte System der Familien- und Studienbeihilfe durch einen Fördertopf ersetzt werden soll. Das ist eine bürokratische Erleichterung und für alle Beteiligten transparenter und nachvollziehbarer. Sinnvoller als das von Grünewald vorgeschlagene Modell wäre es, die Grundsicherung als eine Art Grundeinkommen aufzufassen. Dieses muss in angemessener Höhe an die Studierenden direkt, unabhängig vom Alter und dem Einkommen der Eltern ausbezahlt werden. Reiche Studierende gibt es nämlich nicht -es gibt nur reiche Eltern", erklärt Peter Grabuschnig, ÖH Generalsekretär.

"In Form einer Studierendenförderung an der ungerechten und oft fehlgeleiteten Verteilung drehen zu wollen ist zwar vom Gedanken her richtig, der erste Schritt sollte jedoch woanders gesetzt werden. Hier gilt es, dass Steuersystem als Ganzes progressiver zu gestalten, sodass höher verdienende Eltern mehr in den Steuertopf einzahlen. Ministerin Fekter muss sich in dieser Hinsicht ihrer Verantwortung der Hochschullandschaft Österreichs bewusst sein, ebenso wie Minister Töchterle, der auch endlich anfangen muss, Konzepte für und nicht gegen Studierende vorzuweisen", so Angelika Gruber vom Vorsitzteam der ÖH abschließend.

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