Lohngerechtigkeit für Frauen: Faires Gehalt einfordern!

Medienaktion der SPÖ Frauen gemeinsam mit Frauenministerin Heinisch-Hosek, Frauenstadträtin Frauenberger, uvm.

Wien (OTS/SPW) - Frauen verdienen im Schnitt um ein Viertel
weniger als Männer, und auch wenn man alle weiteren strukturellen Bedingungen ausschließt, bleibt eine Benachteiligung von rund 12-15 Prozent, die sich alleine auf das Geschlecht bezieht. Daher sei es umso wichtiger, jedes Jahr "vehement auf den Equal Pay Day aufmerksam zu machen!", betonte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek bei einer großen Straßenaktion für mehr Lohngerechtigkeit gemeinsam mit der Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, NAbg. Angela Lueger, der Frauensekretärin der Wiener SPÖ, LAbg. Nicole Berger-Krotsch, SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz, LAbg. Katharina Schinner sowie zahlreichen Vertreterinnen der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkerschafterinnen Wiens und des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wiens.****

In Gesprächen mit PassantInnen wurde darauf aufmerksam gemacht, dass es auch darum gehe, Frauen Mut zu machen, sich sehr genau anzusehen, wie viel sie wirklich verdienen. In diesem Zusammenhang verwies die Frauenministerin auf den erst kürzlich präsentierten Gehaltsrechner. Unter www.gehaltsrechner.gv.at konnten bereits rund 130.000 Überprüfungen der durchschnittlichen Richtwerte für Löhne und Gehälter gezählt werden. "Damit kommt endlich Licht ins Dunkel um die Geheimnisse rund um Gehälter!", so Heinisch-Hosek. Im Rahmen des heutigen Aktionstages unterstrich die Frauenministerin die Wichtigkeit solcher gemeinsamen Aktivitäten mit den SPÖ Frauen, den Sozialdemokratischer Gewerkerschafterinnen Wiens und dem Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband Wien: "In ganz Österreich finden rund um den Equal Pay Day zahlreiche solche Aktionen statt und genau diese Verdichtung ist von großer Bedeutung, denn so wird man es in Zukunft nicht mehr zulassen können, dass Frauen weniger verdienen, als ihnen zusteht!"

Frauenberger - Gleich werte Entlohnung für gleiche Arbeit

Auch die Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger schlug in dieselbe Kerbe und unterstrich das positive Schlusslicht Wien, denn hier finde der Equal Pay Day erst am 15. Oktober statt - 9 Tage später als in Gesamtösterreich. "Mit Quoten und Einkommenstransparenz auf Stadtebene, sowie der Koppelung der öffentlichen Auftragsvergabe an frauenfördernde Maßnahmen wurde in Wien bereits vieles umgesetzt, damit alle Wienerinnen sicher, selbstbestimmt und unabhängig leben können!", so Frauenberger. Mit dem Informationsfolder "Gehaltsverhandlungstipps für Frauen" wurde den Wienerinnen jetzt zudem ein individuelles Instrument in die Hand gegeben, um ein faires Gehalt verhandeln zu können. In Wien werde somit sowohl auf struktureller Ebene als auch auf persönlicher Ebene alles unternommen, damit "sich Frauen auf die Beine stellen können und für gleiche Arbeit eine gleichwertige Entlohnung bekommen!", unterstrich die Stadträtin.

Online-Plattform soll Frauen Mut zu Gehaltsverhandlungen machen

Österreichweit wollen die SPÖ Frauen mit der Online-Plattform www.lohngerechtigkeit.at mit Arbeitnehmerinnen und UnternehmerInnen in ganz Österreich in Kontakt treten. "Damit wollen wir Frauen Mut machen, über ihr Gehalt zu sprechen und selbstbewusst in Gehaltsverhandlungen zu gehen", erklärte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Mautz und wies darauf hin, dass Frauen seltener in Gehaltsverhandlungen treten als Männer. Während diese durchschnittlich einmal im Jahr eine Gehaltserhöhung fordern, tun dies ihre weiblichen Kolleginnen nur alle zwei bis drei Jahre - wenn überhaupt, so Mautz. Auf der Homepage sind Erfahrungsberichte zu finden, Frauenportraits, Diskussionsforen, Aktionstermine, Tipps zu Gehaltsverhandlungen. Zudem finden interessante Life-Chatrunden statt. "So können Frauen ihre persönlichen Erfahrungen einbringen und anderen Frauen zugänglich machen", unterstrich Mautz.

Abschließend stellte die Frauensekretärin der Wiener SPÖ, LAbg. Nicole Berger-Krotsch fest, dass Frauenanliegen seit jeher eine Herzstück der sozialdemokratischen Politik seien: "Hier wird Politik von Frauen für Frauen gemacht: So ist in Wien die Hälfte der Wiener Stadtregierung weiblich, hier kommt das modernste Gleichbehandlungsgesetz Österreichs zur Anwendung und die Stadt unterstützt Mädchen und Frauen, ihre Rolle selbst zu bestimmen!" Fest stehe jedoch, dass "Halbe-Halbe" zum Grundsatz in allen Lebensbereichen werden muss, wozu auch die weitere Schließung der Einkommensschere nötig sei. "Daran werden wir gemeinsam weiterhin mit voller Kraft arbeiten!", schloss Berger-Krotsch.

Die "Gehaltsverhandlungstipps für Frauen" können bei der Frauenabteilung (MA 57) unter der Telefonnummer: 01 4000-83518 oder per E-Mail: frauen@ma57.wien.gv.at kostenlos bestellt werden.

In Kürze stellt der Pressedienst der Wiener SPÖ Fotos der Aktion unter http://www.flickr.com/photos/36500243@N08/sets gratis zum Download zur Verfügung. (Schluss) nk

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