Kassenplus schafft Luft für innovative Therapien und Arzneimittel

Wien (OTS) - Mit einem Ergebnis, das um 200 Millionen Euro über
dem ursprünglich beabsichtigten Konsolidierungspfad liegt, haben die Krankenkassen Freiräume für dringend benötigte Investitionen geschaffen. Die Pharmawirtschaft unterstützt die Absicht des Gesundheitsministers, Verbesserungen der Leistungen zu realisieren. Investitionen in innovative und bewährte Therapien und Arzneimittel sind dabei nicht nur für die Gesundheit der Menschen in Österreich essentiell. Sie tragen auch dazu bei, Folgekosten in anderen Bereichen des Gesundheitswesens zu vermeiden.

Aufgrund der Einsparungen, die die Krankenkassen durch Patentabläufe von Arzneimitteln in den letzten Jahren lukriert haben, sowie durch die generell niedrigen Arzneimittelpreise in Österreich, habe die Pharmawirtschaft wesentlich dazu beigetragen, dass die Einsparungsziele der Kassen übererfüllt werden konnten, so Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig. Zusätzlich leistet die Pharmawirtschaft bis zum Jahr 2015 82 Millionen Euro in Form von Solidarbeiträgen an die Krankenkassen. Die Zahlungen der Pharmawirtschaft an die Krankenkassen erfolgen freiwillig, auf der Basis des Rahmen-Pharmavertrages. Dieser ist mit Juli 2011 in Kraft getreten. "Mit einer Zweckwidmung von 6,75 Millionen Euro für Prävention und Kindergesundheit beweist die pharmazeutische Wirtschaft ihre Verantwortung für eine zukunftsorientierte Gesundheitspolitik", so Huber. Prävention sei nicht nur ein Schlüsselfaktor für die individuelle Gesundheit der Menschen in Österreich, sondern trage auch zur nachhaltigen Sicherung des Gesundheitssystems in Österreich bei.

Unabdingbar verbunden mit einer zukunftsorientierten Gesundheitspolitik sei aber auch eine proaktive Haltung zu innovativen Therapien und Arzneimitteln, zu denen alle Menschen in Österreich Zugang haben müssen, betont der Generalsekretär der Pharmig. "Innovative Arzneimittel sind Investitionen in die Zukunft. Ihr vernünftiger Einsatz hilft, Folgekosten in anderen Bereichen des Gesundheitswesens zu verhindern", lädt Huber die Verantwortungsträger im Gesundheitswesen ein, die Sichtweise auf die Ausgaben des Gesundheitswesens in ihrer Gesamtheit zu lenken. Diese betragen derzeit etwa 30 Milliarden Euro pro Jahr. Der Anteil, der davon auf Arzneimittel entfällt, beträgt nur 13 Prozent.

Über die Pharmig:

Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120 Mitglieder (Stand April 2011), die den Medikamenten-Markt zu fast 100 Prozent abdecken. Die Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten Arbeitsplätze für ca.10.000 Beschäftigte.

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