FPÖ-Neubauer: Milliardensubventionierung der Atomenergieerzeuger in Form von minimalen Versicherungssummen

FPÖ fordert europaweit einheitliche Haftungsregeln für Atomkraftwerke

Wien (OTS) - FPÖ-Anti-AKW-Sprecher NAbg. Werner Neubauer macht darauf aufmerksam, dass Atomkraftwerke europaweit unter dem tatsächlichen Risikoausmaß versichert seien. Ein Umstand, der das Ergebnis einer Studie der Johannes Keppler Universität in Linz deutlich aufzeigt. "Die massive Unterversicherung von Atomkraftwerken in Europa wirkt sich nicht nur wettbewerbsverzerrend bei der Strompreisgestaltung aus, sondern hat auch negative volkswirtschaftliche Einflüsse auf Österreich. Durch die Subventionierung des Preises für Atomstrom aufgrund der geringen Versicherungsprämien wird auch eine mögliche heimische Wertschöpfung verhindert", so Neubauer.

Eine Anhebung der Versicherungssummen auf das tatsächliche Risikoausmaß würde die Atomkraft mit Sicherheit aus dem Strommarkt drängen. Dadurch könnten erneuerbare Energieträger weit besser in den Markt integriert werden. "Zurzeit wird der Preis für aus Atomkraft gewonnene Energie mit ca. 2 Cent pro Kilowattstunde angegeben. Dies bedeutet einen entscheidenden Preisvorteil gegenüber Strom aus erneuerbaren Energieträgern und selbst Erdgas weist im Vergleich einen durchschnittlichen Marktpreis von 3 bis 4 Cent pro Kilowattstunde auf", erläutert Neubauer.

Während die Energie aus erneuerbaren Energieträgern subventionierte werden müsse, um marktfähig zu sein, könne durch die mangelnde Versicherung Atomstrom wesentlich billiger angeboten werden und die Atomindustrie macht dadurch Gewinne in Milliardenhöhe. Gleichzeitig würden auch noch Unsummen in die Forschung für Atomkraft fließen, macht Neubauer aufmerksam. Nur durch europaweit einheitliche und strengere Haftungsregeln für Atomkraftwerke könne diese Ungleichbehandlung beseitigt werden und eine annähernde finanzielle Abdeckung für potentielle Schäden durch Atomenergie erreicht werden.

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