Tumpel fordert Arbeitsmarktpaket für den Herbst: Ältere und Frauen brauchen Unterstützung

Wien (OTS) - Im September ist die Zahl der Arbeitsuchenden gegenüber dem Vorjahr noch zu-rückgegangen (minus 1,2 Prozent auf rund 280.000). Das hängt damit zusammen, dass rund 7.500 Menschen weniger in Schulungen des AMS sind als noch vor einem Jahr. Wie in den Vormonaten zeigt sich jedoch, dass ältere ArbeitnehmerInnen und Frauen mit deutlich steigender Arbeitslosigkeit konfrontiert sind: So ist die Zahl der älteren Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahr um fast 7 Prozent gestiegen (auf rund 47.000), jene der Frauen um 2,7 Prozent (auf über 104.000). "Angesichts der sich abflachenden Konjunktur ist zu befürchten, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt verschlechtern könnte", warnt AK Präsident Herbert Tumpel. Der AK Präsident fordert dringend ein Maßnahmenpaket, um ein neuerliches Ansteigen der Arbeitslosigkeit zu verhindern.

So muss es gerade für Frauen, die auf dem Arbeitsmarkt einsteigen wollen, passende arbeitsmarktpolitische Maßnahmen geben. Da gerade Frauen oft auch in prekären Ar-beitssituationen mit häufigeren Arbeitslosigkeitsepisoden zu finden sind, sollten diese verstärkt auch für längerdauernde Berufsabschlüsse genutzt werden können.

Bei den Älteren geht es vor allem darum den Erhalt des Arbeitsplatzes abzusichern. Regelmäßige Qualifizierung in den Betrieben und gesundheitsfördernde Maßnahmen sind hier wichtige Schlüssel dafür.

Die Lage am Lehrstellenmarkt entspannt sich zwar etwas, trotzdem brauchen viele Jugendliche Unterstützung beim Finden eines Lehrplatzes. Daher sollten Maßnahmen, die bereits frühzeitig ansetzen wie Berufsorientierung - auch in den Schulen oder Coaching ausgebaut werden.

Arbeitsmarktpaket für den Herbst
Sondermittel für
+ Präventionsmaßnahmen zum Erhalt der Beschäftigung älterer ArbeitnehmerInnen
+ den Ausbau der Laufbahnberatung und ausreichende Mittel für Qualifizierungsmaß-nahmen für Frauen
+ die Absicherung von Ausbildungsplätzen für alle Jungen, die jetzt noch keine Lehrstelle gefunden haben und den Ausbau von Orientierungs- und Coachingmaßnahmen

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