- 28.09.2011, 09:07:03
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Küberl: Kampf gegen weltweiten Hunger dient auch Eigeninteressen
Weltweit leben 1,2 Milliarden Menschen in Armut - Caritas-Präsident stellt Baustellen bei Armutsbekämpfung dar
Wien, 28.09.11 (KAP) "Wir haben eine moralische Verantwortung, etwas
gegen weltweite Armut zu tun - und wir haben auch ein
Eigeninteresse": Das betonte Caritas-Präsident Franz Küberl in einem
Vortrag am Dienstagabend in Klosterneuburg. Küberl legte darin
"Strategien zur globalen Armutsbekämpfung und die Verantwortung der
reichen Länder" dar und benannte einige der zentralen "Baustellen":
Nahrungsmittelspekulationen würden ebenso für fortgesetzten Hunger
auf der Welt sorgen wie "Landgrabbing" als neokolonialistische Form
der Ackerflächenaneignung im "Süden", das Aufkommen von
Agrotreibstoffen, Exportsubventionen für Landwirtschaftsprodukte des
reichen Nordens oder aber schlechtes Regieren in den
armutsbetroffenen Ländern selbst.
Hunger und Armut verursachen Spannungen und Konflikte und "kosten
somit auch uns etwas", so Küberl. "Wir müssen ein Grundmaß an
sozialer Stabilität über die Welt legen, das ist auch unsere
Verantwortung gegenüber unseren Nachkommen."
Laut dem Caritas-Präsidenten leben derzeit 1,2 Milliarden Menschen
in Armut, fast 80 Prozent davon litten Hunger. Hauptsorgegebiet und
"Brennpunkt der Not" sei Afrika südlich der Sahara. Dort lebten 46
Prozent der Menschen in absoluter Armut. Hier seien auch die von der
UNO formulierten Millenniumsziele zur weltweiten Bekämpfung von
Armut und Hunger weit entfernt von einer Umsetzung, während anderswo
durchaus Erfolge erzielt worden seien.
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