Greenpeace und GLOBAL 2000 weisen Verbundchef-Vorwürfe zurück

Wien (OTS) - Die Umweltorganisationen GLOBAL 2000 und Greenpeace reagieren auf die Aussagen von Verbundchef Anzengruber gegenüber die APA wie folgt:

"Der Verbund präsentiert sich bei jeder Gelegenheit als sauberes Wasserkraftunternehmen. Aber als Verbund-Kunde muss man sich bewusst sein, dass das Unternehmen nicht nur Wasserkraftwerke betreibt, sondern auch in großem Umfang mit Strom handelt - und das bedeutet auch mit Atomstrom", so Jurrien Westerhof, Energiesprecher von Greenpeace.

"Hier passiert Verbrauchertäuschung. Die Endkunden können auf der Stromrechnung nicht erkennen, ob der Strom, den sie vom Verbund beziehen, atomstromfrei ist oder nicht. Die Muttergesellschaft Verbund AG ist zwar vorgeblich sauber, aber die Tochtergesellschaft Verbund Sales GmbH vertreibt große Mengen Dreckstrom und damit Atomstrom. Der Endkunde kennt aber nur 'Verbund' als solches und unterscheidet nicht", kritisiert Reinhard Uhrig, Energieexperte von GLOBAL 2000.

Die Umweltorganisationen kritisieren die ablehnende Haltung der Verbund AG gegen ein Atomstromimportverbot. "Vor allem das Argument, dass die Kunden ohnehin Wahlfreiheit haben, ist zynisch. Die Risiken der Atomkraft betreffen uns alle", erklären die Umweltorganisationen unisono. "Es darf nicht sein, dass umweltbewusste Kunden atomstromfreien Strom beziehen, während die Industrie sich den billigsten Lieferanten sucht und so auch die Atomwirtschaft unterstützt. Gleiches Recht für alle - daher braucht es ein klares Importverbot für Atomstrom", so die einhellige Forderung von GLOBAL 2000 und Greenpeace.

Rückfragen & Kontakt:

DI Jurrien Westerhof, Energiesprecher Greenpeace, 0664 612 67 01
Dr. Reinhard Uhrig, Energiesprecher GLOBAL2000, 0699 14 2000 18

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