Brunner zu Atomstrom-Check von NGOs: Strom sparen und Erneuerbare ausbauen

Grüne wollen tschechischem und slowakischem Atomstromausbau Riegel vorschieben

Wien (OTS) - "Tschechien und Slowenien wollen neue Atomkraftwerke bauen und die österreichische Bundesregierung schaut zu und tut nichts" kritisiert Christiane Brunner, Energie- und Umweltsprecherin der Grünen.

Die von Umweltschutzorganisationen heute präsentierte Untersuchung österreichischer Energieunternehmen (EVU) hat ergeben, dass einige immer noch Atomstrom importieren. Gleichzeitig kündigen Tschechien und Slowenien an, neue Atomkraftwerke bauen zu wollen. Die Atomkraftwerke in Österreichs Nachbarländern werden auf Export ausgerichtet sein. "Noch vor wenigen Jahren war Österreich nicht auf Stromimporte angewiesen, aber durch eine verfehlte Energiepolitik importieren wir immer mehr Strom und somit auch Atomstrom. Wir brauchen eine grüne Energiewende um der Atomlobby das Signal zu geben, dass sie mit Österreich sicher keine Geschäfte machen werden", sagt Brunner und weiter: "Die Grünen fordern daher ein Energieeffizienzgesetz und einen starken Ausbau erneuerbarer Energien. Darüber hinaus muss die Regierung Faymann alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um den Atomstromimporten nach Österreich einen Riegel vorzuschieben. "Jeder Tag, an dem Hochrisikoreaktoren an unseren Grenzen weiterlaufen, birgt größte Risiken für unsere Gesellschaft.

Brunner erinnert daran, dass vor dem Sommer ein zweiter Atomgipfel mit NGOs und E-Wirtschaft angekündigt wurde, bei dem konkrete Maßnahmen gegen Atomstromimporte präsentiert werden sollen. "Seit dem letzten Gipfel Ende Juni hatten die Beteiligten genug Zeit, alle gesetzlichen Möglichkeiten, wie dem Verkaufsverbot von Strom unbekannter Herkunft oder einem generellen Atomstromimportverbot, zu diskutieren. Jetzt muss gehandelt werden, damit die notwendigen gesetzlichen Änderungen noch dieses Jahr auf den Weg gebracht werden können", meint Brunner.

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