FPÖ-Walter Rosenkranz: Expansion der Neuen Mittelschule auf Kosten der Gymnasien

Hohe Klassenschülerzahlen sind Grund für schlechteres Ausbildungsniveau

Wien (OTS) - Die Platznot an den AHS, über die im heutigen
"Kurier" berichtet wird, kann auch FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz bestätigen: "Nicht nur den Schüleranwalt, sondern auch mich erreichen täglich Anrufe empörter Eltern, deren Kinder in überfüllten AHS-Klassen sitzen." Aber auch Beschwerden aus Volksschulen und Berufsbildenden Schulen seien leider Alltag.

"Schulmanagementfehler, weinende Kinder, erboste Eltern - so war der Start des Schuljahres 2011/2012." Die Problematik sei leider bekannt. Rosenkranz hat an das BMUKK diesbezüglich schon diesen Februar die Anfrage "'Not in Dosen?' AHS in Containerklassen" bzw. "bildungspolitische "Landvermessung der Bundesländer in Form von Containerklassen" (7702-7709 und 7716/J) über die Platzsituation an AHS in allen Bundesländern gestellt. Rosenkranz: "Dass das Unterrichtsministerium damit gegen geltende Gesetze verstößt, ist evident. Auch der Rechnungshof hat hier bereits einen Änderungsbedarf festgestellt - trotzdem reagiert man aber nicht darauf. Die 400 Mio. Euro, die aus heiterem Himmel im Unterrichtsbudget fehlen, werden lieber in das ideologische Prestigeprojekt "Gesamtschule" und in Inserate gesteckt, anstatt die tatsächlichen Bedürfnisse der Schüler, Lehrer und Eltern zu befriedigen. Es genügt nicht, die Zahl 25 als Klassenschülerhöchstzahl auf geduldigem Papier zu propagieren."

Die Ursache für ein schlechtes Abschneiden bei internationalen Vergleichsstudien wie PISA sei aber gerade in viel zu großen Klassen zu suchen. "Hier sollte man sich im Ministerium nach finnischen Standards ausrichten und endlich den Zustand herstellen, der im Gesetz ohnehin schon vorgesehen ist - halten Sie sich an die Gesetze, Frau Ministerin!", so Rosenkranz. "Stattdessen wird von kleineren Klassen immer nur in Zusammenhang mit der Neuen Mittelschule gesprochen, zum Beispiel in einem 1 1/2-seitigen Krone-Inserat auf Seite 32/33 vom 3. Juli 2009 oder in 'Heute' auf Seite 30/31, ebenfalls am 3. Juli 2009." Nähere Auskunft könnten auch noch die BMUKK-Inserate "First-Class-Schule" und "Die bessere Schule" in "Österreich" am 7. und 8. September 2009 geben (vgl. die Rosenkranz-Anfrage " 'Geschenkt noch zu teuer?' - Lebenserhaltende Maßnahmen für die Zeitung 'Österreich' durch teure Inserat-Kampagnen des BMUKK" (3016/J)). Gleiches könne man allerdings in beinahe jedem Inserat des BMUKK erfahren, wobei auch mit dem Konterfei von Claudia Schmied nicht gespart wird.

Der Gipfel der Unverschämtheit des BMUKK sei jedoch erreicht, wenn Beschwerden der AHS lakonisch quittiert würden, sie sollten doch zu NMS werden, um mehr Ressourcen zur Verfügung gestellt zu bekommen. "Hier werden ganz unverhohlen die Gymnasien dazu erpresst", ärgert sich Rosenkranz, denn "den bestehenden Regelschulen werden die Mittel entzogen, die den NMS zufließen".

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