Neues Volksblatt: "Aufklärung" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 27. September 2011

Linz (OTS) - "Ein Swap macht nur glücklich, wenn man rechtzeitig drauf schaut, dass man nichts weiß, wenn er floppt": In Anlehnung an Joki Kirschners legendären Werbespruch scheinen die Finanzverantwortlichen der Stadt Linz (SPÖ-Bürgermeister, SPÖ-Finanzstadtrat, Ex-Finanzdirektor) ihre Rechtfertigungsstrategie auszurichten. Diese Amnesie ist freilich nur partiell: denn als der Swap noch Geld abwarf, rühmte man sich der guten Finanzstrategie. Man muss sich schließlich nicht im Detail ansehen, aus welcher Quelle Geld in den Stadtsäckel fließt, solange es nur fließt.
Sich um Details nicht gekümmert zu haben, nicht genauer hingeschaut zu haben, ist nach Ansicht des Bürgermeisters übrigens kein tauglicher Vorwurf: Man habe schließlich seinen Spitzenbeamten gegenüber nicht grundsätzlich ein Misstrauen, hat er vor ein paar Woche einmal gesagt. Möglicherweise gibt es zwischen blindem Vertrauen und Misstrauen noch Nuancen, die der Bürgermeister halt nicht kennt.
Aber der an Aufklärung glaubende Bürger kann natürlich auch das Lukas-Evangelium zur Hand nehmen und seine Hoffnung auf Vers 17 im Kapitel 8 legen: "Es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar wird, und nichts Geheimes, das nicht bekannt wird und an den Tag kommt."

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