Innenministerin Mikl-Leitner eröffnet Informationsveranstaltung "Bündnis gegen Gewalt"

Bundesministerium für Inneres bündelt Maßnahmen und Projekte gegen Gewalt

Wien (OTS) - Gewalt tritt in allen Gesellschaftsschichten in den verschiedensten Variationen und in allen Altersgruppen auf. "Die Bekämpfung von Gewalt ist daher ein gesellschaftlicher Auftrag, den nicht nur die Sicherheitsexekutive umsetzen, sondern auch die Politik, Verwaltungsbehörden, Justiz, Nicht-staatliche Organisationen, Medien und andere Akteure in allen Lebensbereichen forcieren müssen", so Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner in ihrer Eröffnungsrede bei der Informationsveranstaltung "Bündnis gegen Gewalt" heute im Festsaal des Bundesministeriums für Inneres, an der 50 Expertinnen und Experten aus den Bundesministerien und Bundesländern teilnahmen.

Das Projekt "Bündnis gegen Gewalt" ist 2010 gestartet worden mit dem Ziel alle österreichischen Akteure, die sich aktiv für Gewaltprävention engagieren, noch besser als bisher zu vernetzen und so Gewalt nachhaltig zu bekämpfen. Dabei werden polizeiliche, politisch-gesellschaftliche, wirtschaftliche und wissenschaftliche Aspekte berücksichtigt und gemeinsam Lösungsansätze entwickelt. Das Vorhaben wird wissenschaftlich vom Institut für Stressprophylaxe und Salutogenese (ISS) unter der Leitung von Univ. Prof. i. R. Dr. jur. Rotraud A. Perner und ihrem Team begleitet. Gleichzeitig wurde die "Koordinierungsstelle gegen Gewalt" im Bundeskriminalamt eingerichtet, die als Schnittstelle und Drehscheibe für Maßnahmen, Ideen und Initiativen im Kampf gegen Gewalt agiert.

"Derzeit nähern wir uns dem Thema Gewalt sehr unterschiedlich an, die betreffenden Akteure sind oftmals nicht miteinander vernetzt und kommunizieren daher auch nur eingeschränkt", so die Innenministerin. "Dadurch geht sehr viel an Information verloren, viele Themen werden zudem parallel abgearbeitet, die Informationen fließen nicht zusammen. Mit dem Projekt wollen wir alle in ein Boot holen und gemeinsam an einem Strang ziehen."

Seit der Installierung dieses Projektes im Bundeskriminalamt wurden daher österreichweit betroffene Ansprechpartner, Projekte und Initiativen ausfindig gemacht, systematisiert und mit deren Evaluierung begonnen. "Wir brauchen eine neue Kombination der Sicherheitsinstrumente und Kooperationsformen, um die daraus resultierenden Risken und ihre Ursachen erfolgreich zu vermeiden bzw. zu bekämpfen", so General Franz Lang, Direktor des Bundeskriminalamtes. "Um diesen Aspekt entsprechend verwirklichen zu können, erfolgte nach Eröffnung der Koordinierungsstelle im Bundeskriminalamt und begleitenden Veranstaltungen der Appell an die Partner im gemeinsamen Vorhaben, deren Aktivitäten aufzuzeigen." Konkret wurden in einer ersten Runde die Bundesministerien und die Landesregierungen eingeladen, ihre Tätigkeiten in diesem Bereich aufzuzeigen, um hier einen bundesweiten Überblick erlangen zu können. In einem weiteren Schritt werden diese von einem unabhängigen Team unter der Leitung von Univ. Prof. Dr. Rotraud Perner nach offengelegten wissenschaftlichen Kriterien evaluiert und im Folgenden, je nach Möglichkeiten der Verbreiterung, auf eine breitere Umsetzung geprüft.

Im Rahmen der heutigen Veranstaltung wurde den Bündnispartnern der aktuelle Stand des Projektes "Bündnis gegen Gewalt", das wissenschaftliche Konzept und zwei Gewaltpräventionsprojekte vorgestellt.

"Bei der Gewaltprävention wird zwischen Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention unterschieden", erklärt Univ. Prof. Dr. Rotraud Perner das wissenschaftliche Konzept. "Die beiden zuletzt genannten beinhalten ein Reagieren. Primärprävention will hingegen Risikofaktoren benennen und damit Risikoverhalten zuvorkommen, weshalb hier unser Schwerpunkt liegt."

Noch im Dezember dieses Jahres wird das Bundesministerium für Inneres gemeinsam mit dem Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ) unter Einbindung aller betroffenen Organisationen einen Kongress in Wien abhalten.

Detaillierte Informationen über das Projekt "Bündnis gegen Gewalt" erhalten Sie direkt bei der Koordinierungsstelle oder im Internet unter www.bundeskriminalamt.at

Kontakt der Koordinierungsstelle "Bündnis gegen Gewalt":
Bundeskriminalamt
Josef Holaubek Platz 1
A-1090 Wien
buendnisgegengewalt@bmi.gv.at
www.bundeskriminalamt.at

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Inneres
Mag. Andreas Wallner, Pressesprecher der Bundesministerin
Tel.: +43-(0)1-53126-2027
andreas.wallner@bmi.gv.at
www.bmi.gv.at

Bundeskriminalamt
Mag. Silvia Strasser, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: +43 (0) 1/24836-85004
Mobil: +43 (0) 664/264 07 13
silvia.strasser@bmi.gv.at
www.bundeskriminalamt.at

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