Gabriele Heinisch-Hosek: "Nur gemeinsam sind wir im Kampf gegen Menschenhandel erfolgreich"

Frauenministerin Heinisch-Hosek eröffnete den "Regional Round Table" zur Prävention und Bekämpfung von Menschenhandel

Wien (OTS) - "Menschenhandel hat durch die Globalisierung in den letzten Jahren eine ganz neue Dimension erreicht und zählt heute zu den am stärksten globalisierten kriminellen Märkten unserer Zeit", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute bei der Eröffnung des "Regional Round Table" zur Bekämpfung von Menschenhandel. Im Rahmen dieser regionalen Initiative setzen sich Österreich und seine Nachbarländer gegen alle Formen des Menschenhandels ein. Von 26. bis 27. September beschäftigen sich Expertinnen und Experten aus dem zentraleuropäischen Raum mit Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit im Kampf gegen die Ausbeutung von Menschen und ihrer Arbeitskraft in sklavenähnlichen Verhältnissen. Die Tagung unter dem Motto "From Theory to Practice" findet in den Räumlichkeiten des Sozialministeriums statt und wurde vom Österreichischen Institut für Internationale Politik in Zusammenarbeit mit der Internationalen Organisation für Migration organisiert, unterstützt von der Frauenministerin und dem Arbeitsminister.

"Das Augenmerk im Kampf gegen Menschenhandel lag bisher besonders auf Frauenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung. Frauen und Männer arbeiten aber auch oft unter Zwang und in Schuldknechtschaft in der Landwirtschaft, im Gastgewerbe und im sogenannten informellen Sektor, also im Haushalt", so Heinisch-Hosek. Zunehmend würden auch Kinder und Jugendliche in der Porno-Industrie missbraucht, in die illegale Adoption verkauft oder zu Bettelei genötigt. "Daher brauchen wir ein klares Bekenntnis der Politik zu gemeinsamen Maßnahmen und nachhaltigen Lösungen im Kampf gegen Menschenhandel", sagte die Frauenministerin. Der Grundstein dafür sei bereits im Vorjahr mit einer gemeinsamen Erklärung gelegt worden, die bei einem Runden Tisch Österreichs mit den Nachbarländern auf Ministerinnen- und Ministerebene unterzeichnet wurde.

"Veranstaltungen wie die heutige sind eine wichtige Grundlage für weitere Schritte auf politischer Ebene, um effizienter gegen diese Verbrechen und Verletzungen der Menschenrechte vorgehen zu können. Gemeinsam mit unseren Nachbarländern bekennt sich die österreichische Bundesregierung dazu, dass Menschhandel nicht länger toleriert werden darf. Nur durch gezielte Maßnahmen und eine wachsende regionale Vernetzung kann es uns gelingen, die Ursachen des Menschen- und Frauenhandels wirksam zu bekämpfen", sagte Heinisch-Hosek. Abschließend dankte die Frauenministerin ihrer Amtsvorgängerin, der früheren Bundesministern Helga Konrad, für die Organisation des "Regional Round Table" und wünschte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine erfolgreiche Tagung.

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