Kreative Entwicklungen und wissenschaftliche Ergebnisse von Jugend Innovativ Siegern beim EU-Contest for Young Scientists in Helsinki

Drei Siegerteams messen sich im Rahmen der 23. Ausgabe des größten europäischen Nachwuchsforscher-Wettbewerbs mit 86 internationalen Projekten

Wien (OTS) - Heimische Nachwuchsforscher starten beim größten europäischen Forschungswettbewerb, dem EU-Contest for Young Scientists (EUCYS), in Helsinki. Die besten Jungforscher aus 38 Ländern versammeln sich vom 23. bis 27. September 2011 in der finnischen Hauptstadt, um dort ihre aktuellen Forschungsergebnisse und technologischen Lösungen bei der 23. Ausgabe des EU-Contests (EUCYS) zu präsentieren.

Aus Österreich treten insgesamt drei Teams die Reise zur internationalen Leistungsschau an. Zwei Teams qualifizierten sich durch ihre Erstplatzierungen beim nationalen Wettbewerb Jugend Innovativ in der Kategorie Science und ein Team in der vom Kooperationspartner T-Systems Austria initiierten Sonderpreiskategorie Informations- und Kommunikationstechnik.

Beim diesjährigen EUCYS warten auf die Jungforscher aus Salzburg und Oberösterreich Mitstreiter aus über 38 Ländern. Eine hochkarätige Jury wird die insgesamt 87 Projekte der EUCYS-Teilnehmer begutachten und bewerten. Trotz der starken Konkurrenz zeigen sich die österreichischen Vertreter optimistisch und hoffen, an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen zu können. Seit 1989 haben österreichische Schüler beim EUCYS bereits zwölf "Stockerlplätze" und 18 Special Awards gewonnen.

Mit wissenschaftlichen Ergebnissen und kreativen Entwicklungen am EUCYS-Start:

Barbara Schamberger und Kerstin Zimmer, Maturanten der HTL Braunau, stellten sich im Rahmen ihrer Forschungsarbeit "Chromosomale Integration von HSV-1" die Frage, ob man sich vor lästigen Fieberblasen schützen kann oder ob der dafür verantwortliche Krankheitserreger HSV-1 vererbt wird. Mittels DNA-Analysen bewiesen die beiden Jungwissenschaftler, dass es sich bei dieser Art der Herpes-Erkrankung tatsächlich um eine virale Infektion handelt und man die Vererbung dieses Genoms ausschließen kann.

Mit einem molekularbiologischen Experiment haben Eva Schitter und Amin Kaim (HBLA Ursprung) die Genetik des Schmeckens untersucht. Mittels Verkostung von Süß- und Bitterstoffen der Steviapflanze bzw. der Aroinabeere und den DNA-Proben der Probanden ließ sich das Geschmacksempfinden in drei Gruppen unterteilen: in außerordentliche, durchschnittliche und unsensible Schmecker. Die Analyse und abgefragten Daten ergaben, dass kleine Variationen im Erbgut demnach große Unterschiede im Geschmacksinn bewirken - Geschmäcker sind verschieden - Gene auch!

Josan Pavitter und Özdemir Gökhan entwarfen ein Touchless Screen-System für Schaufenster, das ohne Berührung auf Gesten reagiert und unendliche Möglichkeiten im virtuellen Schauraum aufblättert. Mit einfachen Gegenständen wie Beamer, Rückprojektionsfolie und einer Spezialkamera entwickelten die Schüler der HTL Salzburg eine Steuerung, die Interaktion ermöglicht und Luftbilder generiert, also Air Vision. Die Revolution der zukünftigen Schaufensterwerbung?

Cash und Exkursionen in renommierte Forschungsinstitute

Auf die Gewinner warten Geldpreise von mehr als 46.500 Euro sowie die einmalige Möglichkeit, Forschungsinstitute wie beispielsweise das CERN für mehrere Tage zu besuchen. Die Sieger werden am Dienstag, den 27. September 2011 in der Universität Helsinki ausgezeichnet.

Der European Union Contest for Young Scientists wird von der Europäischen Kommission veranstaltet. Ziel ist die Förderung des wissenschaftlichen Austausches und der Zusammenarbeit zwischen jungen Forschern.

Jugend Innovativ startet im Oktober in die Jubiläumsrunde

Mit Ideen wachsen! - mit diesem Aufruf startet im Herbst der von den Bundesministerien für Wirtschaft, Familie und Jugend sowie für Unterricht, Kunst und Kultur getragene Wettbewerb Jugend Innovativ in die 25. Wettbewerbsrunde! Jugend Innovativ bietet auch im Schuljahr 2011/12 den fruchtbaren Boden für kleine und große Ideen, die in Form von Projektarbeiten erforscht, entwickelt oder sogar umgesetzt werden. Die Anmeldung erfolgt online und ist von 3. Oktober bis 23. Dezember möglich.

Der Wettbewerb wird im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur und des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend von der austria wirtschaftsservice durchgeführt. Als Unterstützer fungieren die Raiffeisen Klimaschutz Initiative, die Raiffeisen Clubs und T-Systems Austria.

Informationen zum Wettbewerb sowie Details zu den Projekten sind online auf der Website: www.jugendinnovativ.at zu finden.

Rückfragen & Kontakt:

Jana Zach
E-Mail: j.zach@awsg.at oder Tel.: ++43 1/501 75 - 514

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