Österreich soll Führungsrolle in EU-Tourismuspolitik übernehmen

ÖHV fordert am Welttourismustag zum Umdenken auf

Wien (TP/OTS) - Österreich soll seine Tourismuskompetenz in Brüssel stärker einbringen, fordern die ÖHV-Präsidenten Peer und Schellhorn anlässlich des Welttourismustages am 27. September: Nur mit einer schlagkräftigen Leitnation an der Spitze kann Europa seine Wettbewerbsfähigkeit ausbauen.

"Was Deutschland für die Industrie, London für die Finanzbranche und Frankreich in der Außenpolitik ist, muss Österreich für den Tourismus sein: eine Nation, die ihre Stärken ausspielt und so im eigenen wie im europäischen Interesse eine Führungsrolle in der europäischen Tourismuspolitik übernimmt", sind Peter Peer und Sepp Schellhorn, die Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), überzeugt. Denn egal, ob BIP-Anteil des Tourismus, Einnahmen pro Kopf, Hotelzimmerdichte oder Marktanteil in Relation zur Fläche:
Österreich liegt im weltweiten Vergleich ganz weit vorne.

Europa lässt Potential liegen

Während der Tourismus eine der weltweit am stärksten wachsenden Branchen ist, lässt die EU hier viel Potential ungenutzt: Von 2007 auf 2010 haben die 27 EU-Staaten am weltweiten Tourismusexport Marktanteile in der Höhe von 5,3 Prozentpunkten verloren. Zu sehr konzentrieren sich die großen Wirtschaftsnationen in den wesentlichen Politikbereichen wie Steuern, Verkehr und Arbeitsmarkt auf ihre traditionellen Sektoren: "In Deutschland, Frankreich und Großbritannien wird der Tourismus nie so eine Rolle spielen wie in Österreich. Die Führungsposition in der Tourismuspolitik liegt brach. Österreich muss hier seine Kompetenz bewusst und selbstsicher ausspielen", so Schellhorn. Österreich verzeichnete 2010 Tourismusexporte in der Höhe von 1.677 Euro je Einwohner, im EU-Durchschnitt waren es gerade einmal 497 Euro pro Kopf. Bei der Hotelzimmerdichte lässt Österreich mit 3,5 Zimmern je 100 Einwohner selbst Griechenland (3,3) bzw. Spanien (1,9) und Italien (1,8) deutlich hinter sich.

EU soll Österreichs Tourismuskompetenz ausspielen

Die EU-Kommission hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Europa als wichtigstes Reiseziel der Welt zu festigen. Und sie wäre gut daran beraten. Der Tourismus ist ein investitions- und beschäftigungsintensiver Devisenbringer mit Standortgarantie. Über freiwilligen Informationsaustausch alleine, wie in der Tourismusstrategie vorgesehen, ist das aber nicht zu bewältigen. "Wir müssen Europas Wettbewerbsposition nachhaltig verbessern. Die EU wäre gut beraten, Österreichs Tourismus-Kompetenz aufzugreifen. Und Österreich wäre gut beraten, die vakante Führungsposition einzunehmen", konstatiert Peer. Um die Rahmenbedingungen für den Tourismus zu verbessern, seien alle Vertreter der österreichischen Politik und Wirtschaft in Brüssel gefordert.

ÖHV - freiwillige Interessenvertretung mit europäischer Kompetenz

Die ÖHV ist die freiwillige und parteiunabhängige Interessenvertretung der führenden Hotellerie mit europäischer Kompetenz. Durch Lobbying gestaltet sie die Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200 Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten -das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010 über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz.

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Peter Peer, ÖHV-Präsident
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Sepp Schellhorn, ÖHV-Präsident
Hotel "Der Seehof", Goldegg
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