Weil Frau nicht Manns genug sein kann (von Daniela Gross)

Ausgabe 24. Sep. 2011

Klagenfurt (OTS) - Die Quotenfrau. Sie selbst will ungern eine
sein und Mann will sie auch nicht aufs Aug gedrückt bekommen. Wobei:
niemand behauptet, dass alle Männer in ihren Positionen die sind, die am besten qualifiziert sind. Da wären der "Vitamin-B-Mann", der "Saunarunden-Mann", der Spezi eines Spezis ... Also, die Damen:
Falsche Scham ist eine nette Zier - aber völlig unangebracht. Auch Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek drängt, dass Frauen sich endlich die Boxhandschuhe anziehen. Sie gingen viel zu zurückhaltend in Gehaltsverhandlungen. Nun, es boxt sich leichter, wenn man seinen Gegner kennt. Frauen wissen oft nicht, ob sie ihren beruflich gleichgestellten Männern auch finanziell gleichgestellt sind oder nicht. Sie wissen auch nicht, wie hoch sie in einem argumentierbaren Rahmen pokern können. Und Frau hat nun einmal das schlechte Karenz-Gewissen. Ein Land voller Frauenbevorzugungen soll auch nicht das Ziel sein. Leistung und Einsatz muss zählen - ob mit oder ohne Y-Chromosom. Solange das nicht ist, wird Frau nie Manns genug sein.

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