Morawek, Wiener Kinderfreunde: Sprachförderung im Kindergarten ist am effizientesten

Streichung der Bundesmittel für Sprachförderung im Kindergarten hätte Lawine von kostenintensivengesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen zur Folge

Wien (OTS) - "Im Kindergarten bekommen Kinder sehr früh die Möglichkeit, ihre Mehrsprachigkeit auch systematisch zu entwickeln. Die bisher schon kaum ausreichenden Mittel für die Sprachförderung im Kindergarten zu streichen, würde rund ein Drittel der Wiener Kinder in ihrer gesamt Bildungslaufbahn wesentlich behindern", ist Christian Morawek, der Geschäftsführer der Wiener Kinderfreunde, entsetzt über die Pläne des Familienministers, die Mittel für Sprachförderung im Kindergarten in der neuen 15a-Vereinbarung nicht mehr zur Verfügung zu stellen.

Im Kindergarten werden Erstsprachen gefördert aber auch ein kindgerechter positiver Zugang zur Zweitsprache ermöglicht. Die Sprachkompetenz ist eine entscheidende Basis für eine erfolgreiche Bildungslaufbahn. Bildung ist die Basis für Chancen auf ein gutes existenziell gesichertes Leben. Viele Studien haben mittlerweile bewiesen, dass Kinder, die eine qualitative elementare Bildungseinrichtung wie den Kindergarten besucht haben, eine wesentlich erfolgreichere Bildungslaufbahn aufweisen.

Diese Chancen haben alle Kinder verdient und die Kinderfreunde tun im Rahmen ihrer Arbeit für 12.000 Kinder in 155 Kindergärten und Horten, in der Elternbildung und Beratung alles, um allen Kindern gleiche Chancen zu geben. Besonders die vielen Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache brauchen hier Unterstützung. In den Kinderfreunde Kindergärten gibt es Kinder mit 83 unterschiedlichen Erstsprachen.

"Die Streichung dieser relativ geringen Mittel, mit denen soviel erreicht werden kann, bewirkt eine Lawine von Folgen und Folgekosten:
Die Kinder haben schon Probleme in der Volksschule, hier wäre dann mehr Förderung nötig. Wenn diese auch gestrichen wird, verlagert sich das Problem auf die Mittelstufe und schließlich gehen diese Kinder verloren als Arbeitskräfte und müssen als Erwachsene vom Staat erhalten werden", warnt Morawek und endet: "So gesehen wäre die Kürzung der Mittel für Sprachförderung im Kindergarten ein echter Schildbürgerstreich."

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