Schnabl begrüßt rasche und umfassende Reform des Pflegesystems

Samariterbund an Pflegestrukturverhandlungen beteiligt

Wien (OTS) - Zum Start der Pflegestrukturverhandlungen heute
Freitag hat Sozialminister Rudolf Hundstorfer ambitionierte Reformziele präsentiert. "Der Pflegefonds gibt uns bis 2014 Finanzierungssicherheit. Wir haben immer betont, dass wir diese Zeit für eine umfassende Reform des Pflegesystems nutzen müssen. Bundesminister Hundstorfer hat heute Meilensteine für diese Reform festgelegt", kommentiert Franz Schnabl, Präsident des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs. Erste wichtige Reformschritte seien bereits geschehen, wie die Einführung des Pflegefonds, die Reduktion der für die Auszahlung des Pflegegeldes zuständigen Stellen und die Einbindung der Pflegefachkräfte in die Pflegegeld-Einstufung. "Nun geht es darum, bundesweit einheitliche Standards zu schaffen und damit die Qualität des Systems österreichweit zu erhöhen. Gleichzeitig begrüße ich es sehr, dass Bundesminister Hundstorfer den Faktor Arbeit nicht weiter belasten möchte und sich zu einem steuerfinanzierten System bekannt hat. Der Samariterbund hat in diesem Zusammenhang immer betont, dass gerade neue, vermögensbezogene Steuern hier einen Beitrag für mehr soziale Gerechtigkeit leisten können", führt Schnabl weiter aus.

Neben der Zukunft der Pflegefinanzierung ist dem Samariterbund vor allem die Aufwertung der Pflegefachausbildung ein großes Anliegen. "Laut Bundesministerium brauchen wir in zehn Jahren rund 17.000 zusätzliche Pflegefachkräfte. Hier sind vor allem die Bundesländer gefordert, mehr Menschen auszubilden. Ein wichtiger Teil der Reform muss sein, die Pflegeausbildung und den Pflegeberuf attraktiver zu machen", fordert Schnabl.

Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs ist als Anbieter von extramuralen Diensten wie Hauskrankenpflege und stationären Einrichtungen wie Pflegekompetenzzentren in die Pflegestrukturverhandlungen eingebunden. Laut Bundesminister Hundstorfer sollen die Verhandlungen bis Ende 2012 abgeschlossen sein. "Dieses ambitionierte Ziel ist zu schaffen, wenn Bund, Länder, Gemeinden, Interessenvertreter und Non-Profit-Organisationen an einem Strang ziehen. Gemeinsam muss es uns gelingen, ein zukunftsträchtiges Pflegesystem zu schaffen, das von sozialer Gerechtigkeit, höchster Qualität und Respekt für die pflegebedürftigen Menschen geprägt ist", so Schnabl abschließend.

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