Grenzenlose Gesundheitsversorgung

LHStv. Kaiser forciert grenzenlose Aus- und Weiterbildung im Gesundheitswesen mit Oberitalien - Zusammenarbeit soll ausgeweitet werden

Klagenfurt (OTS/LPD) - Ein einheitlich hoher Qualitätsstandard in der Gesundheitsversorgung aller in den Regionen lebender Menschen -so kann man das Ziel des Projektes "Grenzüberschreitende Kooperation in Pulic Health zusammenfassen. Es handelt sich eine gemeinsame Agenda für die nahe Zukunft. In einer gemeinsamen Pressekonferenz im Villacher Warmbader Hof zogen heute, Freitag, Kärntens Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser und seine angereisten Amtskollegen Landesrat Luciano Bresciani (Lombardei), Landesrat Vladimir Kosic (Friaul-Julisch Venezien) und Amleto Cattarin (Büro für internationale Beziehungen im Gesundheitswesen Veneto) und Dott. Fabrizio Oleari (Gesundheitsministerium Italien) eine erste Bilanz des im Oktober 2008 gestarteten EU-Interreg-Projektes.

Alle Beteiligten betonten dabei, wie wichtig die gemeinsame Aus-und Weiterbildung der Mitarbeiter im Bereich der Gesundheitsversorgung sei, weshalb das Projekt nicht nur weiter betrieben, sondern auch ausgeweitet werden solle. Zur noch engeren Zusammenarbeit will sich Kaiser für ein baldiges grenzüberschreitendes Treffen der Gesundheitsreferenten von Friaul-Julisch-Venetien und anderer oberitalienischer Regionen, wie Lombardei und Südtirol sowie Vertretern aus Slowenien einsetzen.

"Es besteht ein enormes Potential, wenn aus allen beteiligten Regionen die jeweils besten Maßnahmen, Erfahrungen und Rahmenbedingungen auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden", sind sich Kaiser und seine Amtskollegen einig. So wäre beispielsweise allein die Versorgung für Urlauber schon von großem Vorteil. Kärntens Gesundheitsreferent betonte auch die moralische Verantwortung der Politik, die dafür sorgen müsse, dass die Menschen einerseits dazu ermächtigt werden, die Verantwortung für ihre Gesundheit durch Vorsorge selbst mit zu bestimmen. Kaiser sprach sich zudem dafür aus, "dass der Bevölkerung dies- und jenseits der Grenzen umfangreiche Rahmenbedingungen zum Schutz ihrer Gesundheit in Form eines für alle frei zugänglichen Gesundheitssystems zur Verfügung gestellt werden".

Beim Projekt "Grenzüberschreitende und interregionale Aus- und Weiterbildung im Gesundheitswesen - Crossborder education for health professionals" geht es um die verstärkte Zusammenarbeit, Qualitätsverbesserung und Harmonisierung der Aus- und Weiterbildung für Gesundheitsberufe zwischen den Partnerregionen, um den Anforderungen zunehmender Patienten- und Mitarbeitermobilität zu begegnen. Weiters geht es um die Angleichung der Qualitätsmanagement-Systeme im Krankenhausbereich und die Bündelung und Stärkung von Gesundheitsressourcen. Auch die Durchführung von Fachausbildungen und praktischen Sprachkursen und Auslandsaufenthalten für Krankenhauspersonal sind Ziel des Projekts.

Neben Entwicklung und Durchführung eines gemeinsamen grenzüberschreitenden Masterlehrgangs für Qualitätsmanagement, den sowohl Kärntner als auch Italiener besucht haben, wurden seit Projektstart im Oktober 2008 ein Kongress für Qualitätsmanagement in Villach, ein High-Level-Workshops zu Public Health in Udine sowie 16 Sprachkurse für Gesundheitspersonal mit 220 Teilnehmern und Ausarbeitung didaktischer Möglichkeiten durchgeführt. Darüber hinaus wurde ein Sprachskriptums für Fortgeschrittene, abgestimmt auf den Krankenhausalltag, erstellt, fand ein Personalaustauschprogramm zwischen Krankenanstalten aus Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und Veneto mit 29 Teilnehmern statt, wurde eine Studie zur gegenseitigen Anrechnung von Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt und fanden Fachseminare und Tagungen (z.B. Hygiene, Lymphologie, Gleichgewichtsstörungen bei älteren Personen, Public Health) statt.

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