Sauerei: Halten von Schweinen in Kastenständen endlich abstellen!

Österreichischer Tierschutzverein: Ziel kann nur ein gänzliches Verbot der Haltung in den Metallkäfigen sein!

Wien (OTS) - Wieder einmal geht es offenkundig nur ums Geld und leider nicht um das Befinden sowie die artgerechte Haltung von Tieren. "Die tierquälerische Haltung von Mutterschweinen mit Jungen in Kastenständen (enge Metallkäfige) ist ein Missstand und die Argumente sind zum Teil haarsträubend. Der Mensch bringt den Schweinen mit dieser Haltung leider kein 'Glück'", sagt dazu Susanne Hemetsberger, Geschäftsführerin des Österreichischen Tierschutzvereines.

Kastenstand-Haltung ist kein "Tierschutz"!

Neben den unappetitlichen Bildern, die von eingepferchten Schweinen und ihren Ferkeln kursieren, fällt vor allem negativ auf, dass manche Verfechter der Kastenstand-Haltung diese sogar als "Tierschutz" titulieren. "Dass die Tiere ihre Jungen erdrücken würden ohne 'Schutz durch die Metallkäfige' (sog. 'Ferkelschutzkörbe') ist völliger Unsinn. Wie hat diese Art denn bisher Jahrtausende überlebt? Anstatt die Tiere artgerecht zu halten werden sie in extrem enge Metallkäfige gesteckt, in denen sie sich kaum bewegen können. Was das mit Tierschutz zu tun haben soll ist uns schleierhaft", meint Hemetsberger.

Minister müssen handeln - Kennzeichnung von Produkten aus artgerechter Haltung!

Für den Österreichischen Tierschutzverein ist nicht klar, wie es seitens des Landwirtschaftsministeriums unter Bundesminister Niki Berlakovic in dieser Causa weitergehen soll. Die vom Landwirtschaftsressort vorgeschlagenen zeitlichen Begrenzungen der Haltung von Mutterschweinen in Kastenständen sind nur Makulatur. Die ursprünglichen Ankündigungen von Bundesminister Alois Stöger, die Kastenstand-Haltung bei Schweinen massiv einschränken zu wollen, wird vom Österreichischen Tierschutzverein begrüßt. "Dieser Vorstoß, der auf die Volksanwaltschaft zurückgeht, geht aus unserer Sicht aber zu wenig weit. Wir unterstützen zwar massive Einschränkungen, lehnen aber die Kastenstand-Haltung grundsätzlich ab. Einziges Ziel kann in dieser Causa nur ein gänzliches Verbot der tierquälerischen Haltung von Schweinen in den Metallkäfigen sein", so Hemetsberger weiter.

Eine Kennzeichnung von Produkten aus artgerechter Haltung für die KonsumentInnen würde Abhilfe schaffen. Wenn schon Fleisch von Tieren gegessen werden soll, so wenigsten von "glücklichen" Schweinen. Der Erhalt der heimischen landwirtschaftlichen Strukturen soll und darf nicht auf Kosten der Tiere und ihrer nicht artgerechten, gesetzwidrigen Haltungsbedingungen gehen. "Wir fordern von den zuständigen Ministern deshalb weiters eine entsprechende Kennzeichnung von Fleisch, das aus artgerechter Haltung stammt. Und wir hoffen parallel dazu auf die Volksanwaltschaft, die die geltenden Regelungen via Verfassungsgerichtshof schnellstmöglich kippt", so Susanne Hemetsberger abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Tierschutzverein
Susanne Hemetsberger
Geschäftsführerin
Tel.: 0662 - 84 32 55
Mail: hemetsberger@tierschutzverein.at
Web: www.tierschutzverein.at

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