Cyber Security Konferenz: Mikl-Leitner fordert Schulterschluss zwischen Wirtschaft und Politik

Auftakt zur österreichischen Cyber Security Strategie

Wien (OTS) - "Cyber Attacken finden zwar virtuell statt, haben
aber höchst reale Auswirkungen. Und die Anzahl der Angriffe steigt rasant. Dennoch werden die damit verbundenen Gefahren oft noch stark unterschätzt. Nur mit vereinten Kräften und durch einen Schulterschluss zwischen Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft können wir uns wirkungsvoll dagegen schützen. Cyber Security ist damit zum Top-Thema geworden, das uns alle etwas angeht", sagt Innenministerin Johanna Mikl-Leitner anlässlich der Cyber Security Konferenz von KSÖ und BM.I am 20. September 2011 in Wien.

Gemeinsam mit dem Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ) will das Bundesministerium für Inneres daher das Bewusstsein der Verantwortungsträger schärfen und die Möglichkeit dafür schaffen, strategisch relevante Betreiber kritischer Infrastruktur in die gesamtstaatliche Sicherheitspolitik einzubinden. Die Cyber Security Konferenz am 20. September, zu der sich rund 90 Entscheidungsträger der heimischen Wirtschaft angemeldet haben, soll Auftakt dazu und für die Erarbeitung einer nationalen Cyber Strategie als Teil der gesamten österreichischen Sicherheitsstrategie sein.

Cyber Risikomatrix für Österreich
Um das bestehende Bedrohungsszenario zu verdeutlichen, hat das Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ) im Vorfeld der Konferenz erstmals nationale und internationale Experten das Risikopotenzial von Cyber Gefahren für Österreich analysieren lassen. Das Ergebnis ist eine Cyber Risikomatrix, die in weiterer Folge auch in die Erstellung der nationalen Cyber Security Strategie für Österreich einfließen soll und in dieser Form im internationalen Vergleich bisher einzigartig ist.

Nächste Schritte
"Wie uns die Cyber Risikomatrix zeigt, besteht akuter Handlungsbedarf. Daher habe ich als Sicherheitsministerin gemeinsam mit dem KSÖ auch bereits die nächsten Schritte für den weiteren Prozess definiert. Dazu gehören eine Ausbildungsoffensive, um die Forschung in diesem Bereich voran zu treiben und die Aus- und Weiterbildung zu intensivieren,die Einrichtung einer eigenen Cyber-Plattform zum institutionalisierten Austausch zwischen Behörden, Wirtschaft und Politik und die Durchführung eigener Cyber-Sicherheitsübung mit besonderem Fokus auf verschiedene Bereiche kritischer Infrastruktur", erklärt Mikl-Leitner. Ebenso sollen laufend Cyber-Sicherheitsübungen abgehalten werden.

Internationale Perspektive
Der US-amerikanische Cyber Security und Anti-Terror Experte Richard Clarke, der als Gastsprecher zur Konferenz geladen war, unterstrich den bestehenden Handlungsbedarf und betonte die Wichtigkeit nationaler Cyber Strategien und internationaler Kooperationen. "Die Herausforderungen, mit denen wir uns konfrontiert sehen, enden nicht an nationalen Grenzen, sie sind globaler Natur. Cyber Crime, Hacker-Attacken, Cyber Spionage und Cyber War sind die vier Themen, die das 21. Jahrhundert in diesem Bereich bestimmen werden und wir können uns nur durch differenzierte gesamtstaatliche Cyber Strategien und internationale Kooperationen wirkungsvoll dagegen wappnen", so Richard Clarke.

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