SP-Ekkamp: ÖVP setzt Polemik auf Kosten der MitarbeiterInnen der Stadt fort

Bewusste Missinterpretation des Kontrollamtberichts

Wien (OTS/SPW-K) - "Dass ÖVP-Gemeinderat Ulm den Kontrollamtsbericht zum Anlass nimmt, um seine ewig gleiche Polemik anzubringen, war abzusehen. Allerdings zeichnet die ÖVP damit ganz bewusst ein falsches Bild über die MitarbeiterInnen der Stadt Wien", ärgert sich SP-Gemeinderat Franz Ekkamp. Ulm lasse ganz bewusst unter den Tisch fallen, dass sich der Kontrollamtsbericht nur auf die Pensionierungen der Beamtinnen und Beamten bezieht. "Das sind bekanntlich nur mehr rund 36 Prozent aller Bediensteten der Stadt Wien", so Ekkamp.

VP-Ulm zitiere außerdem höchst selektiv aus dem Kontrollamtsbericht. So verschweige dieser, dass das Kontrollamt die gehandhabte Pensionierungspraxis grundsätzlich gut heißt und ausdrücklich feststellt, dass die Pensionsverfahren allen gesetzlichen Vorgaben exakt entsprechen und dass in einigen Bereichen der Stadt eher zu spät als zu früh die Entscheidung für die Frühpensionierung getroffen werde.

Zudem bestätige das Kontrollamt, dass die frühzeitigen Pensionierungen hauptsächlich bei körperlich schwer beanspruchten Berufsgruppen wie etwa der Feuerwehr, der Rettung oder im Bereich des Krankenpflegepersonals stattfinden, während sich im Kernbereich der "beamteten" Verwaltung ein viel besseres Bild ergebe.

18.337 BeamtInnen waren 2009 keinen einzigen Tag krank

Auch im Bereich der Krankenstandstage rückt Ulm in alter Manier die Beamtinnen und Beamte in ein ungerechtfertigt schlechtes Licht. "Er verschweigt wissentlich, dass 2009 über 18.337 BeamtInnen keinen einzigen Tag krank waren. Außerdem verweist auch das Kontrollamt darauf, dass die Krankenstandstage von Beamtinnen nicht mit anderen Zahlen vergleichbar seien, weil die Stadt Wien Krankenstände ab dem 1. Tag erfasst, während der Hauptverband der Sozialversicherungsträger Krankenstände erst ab Krankmeldung, also ab dem 3. oder 4. Tag, erfasst", sagt der SP-Gemeinderat.

Da die Stadt Wien seit dem Jahr 2003 nur mehr in Ausnahmefällen pragmatisiert, werde die immer kleiner werdende Gruppe der BeamtInnen natürlich immer älter. Das Kontrollamt erkenne dieses vergleichsweise hohe Durchschnittsalter daher ausdrücklich als erklärenden Grund für eine höhere Krankenstatistik an.

Stadt Wien nimmt die Fürsorgepflicht für ihre MitarbeiterInnen sehr ernst

"Gemeinderat Ulm müsste zudem auch wissen, dass die Stadt Wien in Sachen Gesundheitsförderung seit der Gründung der MA 3 -Bedienstetenschutz und berufliche Gesundheitsförderung im Jahr 2006 sehr erfolgreich einen neuen Weg eingeschlagen hat, um die MitarbeiterInnen länger gesund zu erhalten", erinnert der SP-Gemeinderat.

Die MA 3 bietet Programme für die Erhaltung der körperlichen und seelischen Gesundheit: Programme für die Herzgesundheit, den gesunden Rücken, Burnout-Präventionsprogramme, Suchtprävention am Arbeitsplatz, Ernährungsberatung, Entspannungstraining sind nur einige der Angebote aus der breiten Palette. Die Angebote richten sich nicht nur an die MitarbeiterInnen. Auch für Führungskräfte gibt es regelmäßige Schulungen. Auch eine eigene psychologische Beratungsstelle und betriebliche Sozialarbeit gehören zum Angebot der MA 3.

Darüber hinaus bietet die MA 3 unter dem Titel "productive ageing" eine umfangreiche Palette an gesundheitsfördernden Maßnahmen für ältere MitarbeiterInnen an. Ergänzt wird dieses Angebot seit 2009 durch das umfassende Leistungsangebot im Gesundheits- und Vorsorgezentrum der KFA im Sanatorium Hera. "Dass sich diese Kraftanstrengungen in der Statistik erst in ein paar Jahren niederschlagen kann, müsste eigentlich auch Ulm klar sein", so Ekkamp abschließend.

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