Cortolezis-Schlager: Mehrheit der österreichischen Bevölkerung spricht sich für Studienbeiträge aus

Bürgern aus nicht EU-Staaten kann ein kostendeckender Studienbeitrag abverlangt werden

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Nicht nur internationale Expertinnen und Experten, sondern auch die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung ist davon überzeugt, dass eine ausgezeichnete Hochschulbildung nicht zum Nulltarif erfolgen kann. 64 Prozent der Bevölkerung sind grundsätzlich für die Wiedereinführung von Studienbeiträgen. Sogar unter SPÖ-Sympathisanten befürworten 52 Prozent Studienbeiträge", erklärt ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg. Mag. Katharina Cortolezis-Schlager in einer Reaktion auf die heute im "Kurier" veröffentlichte OGM-Umfrage zur Wiedereinführung von Studienbeiträgen.

"Studierende sollen nach Maßgabe ihrer sozialen Möglichkeiten einen finanziellen Beitrag zur Finanzierung ihres Studiums leisten", sagt Cortolezis-Schlager und verweist auf die derzeitige Situation, dass "die kleine Angestellte" das Studium des Industriellensohnes voll mitfinanziert. Junge Familien werden oft durch Beiträge für Kindergärten belastet, während Studierende und deren Familien keinen finanziellen Beitrag für deren Studium leisten.

"Bürgern aus nicht EU-Staaten kann ein kostendeckender Studienbeitrag abverlangt werden, sodass der österreichische Steuerzahler dem wohlhabenden ausländischen Studierenden nicht das Studium finanzieren muss. Wir wollen, dass internationale Studierende an österreichische Universitäten kommen, weil sie exzellent sind und nicht, weil wir ein kostenloses Studium anbieten", so die ÖVP-Abgeordnete. "Innerhalb der Europäischen Union ist die hohe Mobilität der Studierenden höchst erfreulich, aber auch diese müssen ihren finanziellen Beitrag leisten."

"Es braucht eine Verbindlichkeit zwischen der Universität und dem Studierenden. Es ist nicht argumentierbar, dass nahezu ein Drittel der Studierenden prüfungsinaktiv ist. Wenn wir die Verbindlichkeit nicht erhöhen, wird es uns auch nicht gelingen, die Zahl der Absolventinnen und Absolventen zu erhöhen", so die Wissenschaftssprecherin.

Bundesminister Karlheinz Töchterle hat ein neues Modell zu Studienbeiträgen mit einer starken sozialen Komponente skizziert. "Damit werden keine Studierenden vom Studium ausgeschlossen." Die Vorschläge des Wissenschaftsministers seien dabei eine "goldene Brücke zum Koalitionspartner". "Studienbeiträge mit einem gut ausgebauten Stipendiensystem sind zukunftsorientierte Maßnahmen, um die Universität in ihrer Autonomie zu stärken und weiterhin wettbewerbsfähig für die Zukunft zu machen", so die ÖVP-Wissenschaftssprecherin abschließend.
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