AK: Automatische Mietenverteuerung mit der Inflation stoppen

Tumpel fordert Änderung des Mietrechtsgesetzes

Wien (OTS) - "Die Mietzinsspirale muss endlich gestoppt werden", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Derzeit verteuern sich die Mieten allein in Wien für rund 220.000 Kategoriemietwohnungen um rund 5,5 Prozent. Kategoriemietwohnungen sind vor allem Wohnungen, bei denen die Mietverträge zwischen 1982 und 1994 abgeschlossen wurden. Und die Mietzinsspirale dreht sich immer weiter: Für rund 600.000 Miete-rInnen werden sich zusätzlich die Hausverwaltungsgebühren ebenfalls um diesen Prozentsatz erhöhen. Vielen anderen MieterInnen steht im nächsten Frühjahr eine Mietanhebung wegen der hohen Inflation um mehr als 4,5 Prozent ins Haus. Hier sind die so genannten "Richtwertmieten" betroffen, Altbauwohnungen, für die die Mietverträge seit 1994 abgeschlossen werden. Das Mietrechtsgesetz muss so schnell wie möglich geändert werden. Die Wohnkosten für Menschen, die derzeit eine Wohnung suchen, machen schon bis zu 40 Prozent und mehr der monatlichen Ausgaben aus. "Wohnen muss bezahlbar bleiben", fordert Tumpel.

"Von der hohen Inflation profitieren die Hausherren ohne etwas zu leisten, die Mieter werden enorm belastet", kritisiert Tumpel. Das schadet nicht nur dem Einzelnen sondern auch der Volkswirtschaft, denn die Menschen können sich immer weniger leisten. Steigende Mieten verursachen sinkende Nachfrage in anderen Bereichen. Und: Teure Mieten treiben die Inflation weiter in die Höhe. Besonders hart treffen würde das vor allem ältere Menschen, Familien und Durchschnittsverdiener, die sich ohnedies jede Ausgabe zweimal überlegen müssen.

Bei einer durchschnittlichen Kategorie-A-Wohnung von etwa 70 Quadratmetern macht beispielsweise allein die jetzige Erhöhung der Miete und der Hausverwaltungsgebühren über 150 Euro im Jahr zusätzlich aus.

Die AK fordert deshalb:

+ keine automatische Indexierung der Mieten
+ keine Erhöhung der Richtwertmieten im Frühjahr 2012

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