Grünewald zu Studiengebühren: Legen sie alle Karten auf den Tisch, Herr Minister

Grüne: Studiengebühren schließen nur noch mehr junge Menschen von einem Studium aus

Wien (OTS) - "Herr Minister Töchterle erzählen Sie endlich die ganze Wahrheit! Studiengebühren lösen die katastrophale Finanzlage der Universitäten keineswegs", sagt Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen.

"Außerdem banalisiert Töchterle, wie seine VorgängerInnen, die bereits vorhandenen Belastungen für Studierende. Studieren war nie gratis", so Grünewald.
Studierende verzichten jahrelang auf ein eigenes Einkommen und ihre monatlichen Lebenshaltungskosten werden laut der Studie "Soziale Lage der Studierenden" mit 900 Euro pro Monat beziffert.
"Was sagen Sie Eltern aus dem Mittelstand, wenn sie für zwei studierende Kinder monatlich 1.800 Euro aufbringen müssen? Wie viel bleibt diesen Eltern noch Herr Minister?" fragt Grünewald.
Die Mehrheit der Studierenden arbeitet bereits jetzt über 20 Wochenstunden neben dem Studium, welches sich dadurch signifikant verlängert", kritisiert Grünewald.
"Die Probleme der Unis können den Studierenden nicht in die Schuhe geschoben werden, Das Einzige was Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen bewirken würden, ist, dass noch mehr junge Menschen von einem Studium abgehalten würden", so Grünewald.

Die Hemmschwelle zu studieren ist in Österreich ohnehin schon sehr hoch, speziell in einkommensschwachen und bildungsfernen Schichten. Nicht einmal ein Fünftel der Studierenden bezieht Studienbeihilfe, die durchschnittliche Stipendienhöhe liegt bei ungefähr 280 Euro pro Monat. Bereits jetzt ist ein Viertel der Studierenden in finanziellen Schwierigkeiten. Ein großer Teil, 41 Prozent, der Studierenden bekommt keinerlei Förderung. Dadurch arbeiten immer mehr Studierende und brauchen länger um ihr Studium zu beenden.

"Für ein Land mit einem der höchsten BIPs weltweit ist der Umgang mit den Studierenden einfach beschämend", sagt Grünewald und appelliert an Minister Töchterle: "Lassen Sie die Menschen hinter den Mauern der Universitäten nicht untergehen."

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