Bayr zum UNO-Weltfriedenstag: Kein Frieden ohne Frauen

"Kein Staat der Welt kann sich leisten, auf dieses demokratische Potenzial zu verzichten"

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des 30. Jahrestages des UNO-Weltfriedenstages am 21. September, der heuer unter dem Motto "Frieden und Demokratie" steht, pocht SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, Petra Bayr, auf die Rechte und die Mitsprache von Frauen bei den Nachwehen des arabischen Frühlings. "In Sachen Frauenrechte und Mitbestimmung muss es markante Verbesserungen im Vergleich zu davor geben", forderte Bayr am Dienstag im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. Frauen sind und waren vielerorts maßgeblich beteiligt beim Aufruf zum zivilen Ungehorsam, beim Protest auf den Straßen und der wochenlangen Versorgung der Menschen auf den Schauplätzen der Revolution. Daher sei es nur logisch, dass sie nun bei der Bildung von Parteien und Parlamenten gleichberechtigt vertreten und in den Wiederaufbauprozess federführend eingebunden seien, verlangte Bayr. ****

"Eine stabile Demokratie, Frieden und Wiederaufbau ohne Frauen funktionieren einfach nicht. Neue, demokratische Strukturen dürfen nicht die Stimmen derer ersticken, die maßgeblich am Umbruch im eigenen Land beteiligt waren. Kein Staat der Welt kann es sich leisten, auf dieses demokratische Potenzial zu verzichten", ist Bayr überzeugt. Die Vereinten Nationen streben einen Anteil von mindestens 30 Prozent Frauen in der Politik und den Parlamenten weltweit an. Diese "kritische Masse" müsse erreicht werden, wenn von einer wirklichen Repräsentation der Frauen gesprochen werden soll, hieß es am Montag auf einem UNO-Forum zur Frauenförderung in New York. Dieser Anteil sei erst in 28 der etwa 200 Staaten auf der Welt erreicht.

Als Richtlinie nennt die Nationalratsabgeordnete die UN-Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates, die u.a. die gleichberechtigte Einbeziehung von Frauen in Friedensverhandlungen, Konfliktschlichtung und Wiederaufbau vorsieht. "Nur mit der gleichberechtigten Einbeziehung von Frauen in die Neukonstruktion der Staaten kann aus dem arabischen Frühling auch ein arabischer Sommer werden", ist sich Bayr sicher.

Ein weiterer, wichtiger Punkt für Bayr ist die Pressefreiheit. "Gerade in diesen Ländern, die im Auf- und Umbruch begriffen sind, kommt kritischen Stimmen eine fundamentale Bedeutung zu. Sie sind maßgeblich an der Entstehung von Good Governance beteiligt. Ohne Pressefreiheit keine stabile Demokratie", ist Bayr überzeugt. (Schluss) up/mp

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