VIRUS: "Rasen am Ring" geht in die 5. Auflage

Rollrasen wurde zur zentralen Aktion des autofreien Tages

Wien (OTS) - Am 22. September startet zum fünften Mal die Aktion "Rasen am Ring". Sie wird von der Plattform "Autofreiestadt.at organisiert, in der eine stetig wachsende Zahl von Organisationen für nachhaltigeren Umgang mit Mobilität eintreten. Wolfgang Rehm Sprecher der Umweltorganisation VIRUS die "Rasen am Ring" mitinitiiert hat:
"2007 haben wir noch einen kleinen Versuchsballon gestartet, mittlerweile ist diese Aktion das zentrale Ereignis des autofreien Tages und der Mobilitätswoche in Wien geworden."

Am Internationalen Autofreien Tag wird in vielen Metropolen Europas zu Autoverzicht aufgerufen, Brüssel sperrt an diesem Tag sogar die komplette Innenstadt für den KFZ-Verkehr. In Wien rollt die Plattform "Autofreiestadt.at" heuer erstmals auf dem Parkring zwischen Stadtpark und Gartenbaukino den Rasen aus und lädt zur autofreien Entspannung auf der Ringstraße. Im Mittelpunkt steht dabei die Forderung nach einem nachhaltigen Mobilitätskonzept für Wien und Vorrang für Lebensqualität. Zentrale Anliegen sind die Schaffung autofreier Zonen in Wohngebieten, in der Innenstadt, auf dem Ring und der Mariahilfer Straße, weiters eine massive Förderung des unmotorisierten und öffentlichen Verkehrs anstelle einer steuerlichen Begünstigung von Spritfressern und ein Ausbaustopp für hochrangige Straßen wie der Lobau-Autobahn. Gerade letzterer Punkt ist für VIRUS ein besonderes Anliegen. "Neue verkehrserregende Autobahnen wie S1 und A23 kosten dringend benötigte Milliarden und schaufeln zusätzlichen motorisierten Verkehr in die Stadt. Der Vision einer umweltfreundlicheren Verkehrsabwicklung kommen wir nur dann näher, wenn wir neben dem Platz in den Stadtzentren auch der Raum- und Verkehrsentwicklung im Stadt-Umland Beachtung schenken" so Rehm. Gerade hier seien laut VIRUS durch die Konzentration der Bahn auf Großbauvorhaben bei gleichzeitigen Fahrplanverschlechterungen kontraproduktive Entwicklungen des Modal-Split zu verzeichnen. "Dies und die Steuerfrage zeige, dass hier neben der Stadt Wien vor allem auch der Bund gefordert sei. Die Verfehlung der Kyoto Ziele und ein neuerlich ansteigender Trend der Treibhausgasemissionen sollten dabei ein Alarmzeichen sein," warnt Rehm.

"Rasen am Ring" ist von 13:00 bis 20:00 Uhr angesetzt, der Parkring wird für den Aufbau ab 11:00 Uhr gesperrt.

Die Diskussion Autofreier Zonen ist in den letzten Jahren zunehmend konkreter geworden. "Wir hoffen auf eine weitere positive Entwicklung sowohl der Anliegen als auch - bei gutem Wetter - der Veranstaltung und rufen die Allgeneinheit auf, den autofreien Tag ernstzunehmen, ihr Kraftfahrzeug stehenzulassen und umweltfreundlichere Verkehrsmittel zu benützen," so Rehm abschließend.

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Wolfgang Rehm
Mobil: 0699/12419913
virus.umweltbureau@wuk.at
www.autofreiestadt.at

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