VP-Ulm ad Pensionierungspraxis der Gemeinde Wien: Kontrollamt bestätigt Kritik der ÖVP Wien

Pensionsantritt durchschnittlich mit 56,9 Jahren, 21 Krankenstandstage pro Jahr

Wien (OTS) - Der Kontrollamtsbericht zur Pensionierungspraxis der Gemeinde Wien wurde heute veröffentlicht und bestätigt die jahrelang geübte Kritik der ÖVP Wien. Der Bericht beruht auf dem Ersuchen der Wiener ÖVP um Prüfung vom 23.12.2009.

Das Kontrollamt stellte im Prüfungszeitraum 2007 - 2009 eine Frühpensionierungsquote bei den Beamtinnen und Beamten der Stadt Wien von 53,1 Prozent fest, im Bereich der Wiener Stadtwerke sogar von 59,5 Prozent. Hinsichtlich des durchschnittlichen Pensionsantrittsalters war laut Kontrollamt festzustellen, dass insgesamt über alle Dienststellenbereiche ein kontinuierlicher Rückgang von 57,1 im Jahr 2007 auf 56,9 im Jahr 2009 zu verzeichnen war. Reaktivierungen wurden im gesamten Zeitraum bei 1.847 Frühpensionierungen nur zwei gezählt. Die durchschnittlichen Krankenstandstage betrugen im Jahr 2008 rd. 20,4 Tage und 2009 21,35 Tage.

Großes Potenzial in betrieblicher Gesundheitsvorsorge

Das Kontrollamt sieht "Verbesserungspotenzial in der Stärkung der Präventivmaßnahmen im betrieblichen Gesundheitsmanagement und großes Potenzial, um Krankenstände zu reduzieren sowie Bedienstete länger im aktiven Dienst zu behalten, um nachhaltig vorzeitige Ruhestandsversetzungen zu minimieren".

Sorgenkind KAV

Im Bereich des KAV mussten im Prüfungszeitraum 492 Personen vorzeitig in den Ruhestand versetzt werden. Dieser Umstand bestätigt den Hilferuf des medizinischen Personals, der in den letzten Wochen in Protesten deutlich zum Ausdruck kam. Mit der Personalpolitik der Wiener SPÖ bleiben im medizinischen Bereich tatsächlich Patienten/innen und Personal auf der Strecke. Dazu kommt, dass die große Anzahl von Frühpensionierungen nicht nur in diesem Bereich hunderte Millionen Euro an Steuergeldern kostet.

Politische Verantwortung bei Häupl, Brauner, Wehsely und Frauenberger

"Die politische Verantwortung für das Personalmissmanagement liegt bei Häupl, Brauner, Wehsely und Frauenberger. Besonders Vizebürgermeisterin Brauner zeichnete in den Jahren 1996 - 2004 als Personalstadträtin für eine Laissez-Faire-Politik verantwortlich, deren Auswirkungen vom heutigen Kontrollamtsbericht überdeutlich aufgezeigt werden", so ÖVP Wien Gemeinderat Wolfgang Ulm, der auch Mitglied der Gemeinderätlichen Personalkommission ist und seit Jahren die Wiener Pensionierungspraxis kritisiert. "Wien braucht einen Paradigmenwechsel in der Personalpolitik. Zum Wohle der Bediensteten, der Patienten/innen, Bürger/innen und Steuerzahler", so Ulm abschließend.

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