Waldner: "Dialog beugt Antisemitismus, Diskriminierung und Intoleranz vor"

Staatssekretär trifft Delegation der Anti-Defamation League

Wien (OTS) - "Im Kampf gegen Antisemitismus, Diskriminierung und Intoleranz wissen wir uns im Einklang mit den Zielen der "Anti-Defamation League". Die Förderung von Vielfalt und der universelle Schutz von Menschenrechten und Grundfreiheiten, einschließlich der Religionsfreiheit, sind das Fundament unseres Engagements für den Dialog der Kulturen und Religionen", betonte Staatssekretär Wolfgang Waldner anlässlich des Besuchs einer Delegation der US-Menschenrechtsorganisation "Anti-Defamation League" (ADL) im Außenministerium.

Die Gruppe junger Führungskräfte aus Chicago absolviert derzeit ein mehrtätiges Besuchsprogramm in Österreich und wird morgen Mittwoch auch an der vom Bundesministerium für europäische
und internationale Angelegenheiten veranstalteten Paneldiskussion "Jewish, Muslim and Christian Perspectives on Combating Discrimination and Promoting Inclusion" an der Diplomatischen Akademie teilnehmen.

Besonderes Interesse zeigte die ADL-Delegation an der Haltung Österreichs und der EU zum palästinensischen Antrag auf Vollmitgliedschaft in der UNO. Waldner stellte dazu klar: "Wir setzen uns dafür ein, dass die EU mit einer Stimme spricht und unterstützen daher die Gespräche der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton mit den Konfliktparteien und den Partnern des Nahost-Quartetts. An der Rückkehr zum Verhandlungstisch und der Arbeit an einer Zwei-Staaten-Lösung führt kein Weg vorbei."

Vor dem Hintergrund der im heurigen Juni beschlossenen Maßnahmen zur Sanierung der jüdischen Friedhöfe in Deutschkreutz und Stockerau meinte Staatssekretär Waldner: "Wir sind uns unserer historischen Verantwortung bewusst, die auch eine Verpflichtung für die Zukunft bedeutet".

"Die Zusammenarbeit Österreichs mit der Anti-Defamation League hat in den letzten Jahren an Intensität gewonnen. Darauf wollen wir weiter aufbauen", erklärte Waldner abschließend und nannte als Beispiele neben der Kooperation bei Dialoginitiativen, die Schulungen österreichischer Polizistinnen und Polizisten in einer vorurteilsfreien Haltung sowie die Arbeit österreichischer Gedenkdienstleistender bei der ADL in den USA.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: +43(0)501150-3262,4549,4550; F:+43(0)501159-213
abti3@bmeia.gv.at
http://www.aussenministerium.at, http://www.bmeia.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAA0002