Österreichischer Journalisten Club und Seniorenrat schreiben den Medienpreis Senioren-Rose / Senioren-Nessel 2011 aus

Turnheim, Blecha und Khol erwarten viele Einreichungen

Wien (OTS) - Bereits zum dritten Mal wird der Medienpreis Senioren-Rose / Senioren-Nessel ausgeschrieben. Wieder geht es darum, das Bild, das sich die Öffentlichkeit von Seniorinnen und Senioren auf Grund von Medienberichten macht, zurechtzurücken. "Tauben fütternde Alte auf der Parkbank" - das war gestern; ältere Menschen:
aktiv, agil und aufgeschlossen - das ist die Realität.

Auf einer Pressekonferenz gaben deshalb heute der Präsident des Österreichischen Journalisten Clubs (ÖJC) Fred Turnheim, gemeinsam mit den beiden Präsidenten des überparteilichen Seniorenrates (ÖSR), Karl Blecha und Dr. Andreas Khol, den Startschuss für die Verleihung des Medienpreises: der Senioren-Rose und der Senioren-Nessel 2011.

Die "Senioren-Rose" soll für Berichte blühen, die versuchen, die Lebensrealität der Senioren wirklichkeitsgetreu darzustellen; die "Senioren-Nessel" soll hingegen für alle jene brennen, die den Griff ins "Klischee-Kisterl" wagen.

Für Seniorenrats-Präsident Karl Blecha steht dabei fest, "dass es nach wie vor eine Diskriminierung älterer Menschen in Wort, Bild und Schrift gibt." Blecha: "Da behaupten Leute, die Pensionisten seien schuld am Staatsbankrott, da fällt niemanden etwas Besseres ein, als Menschen über 60 Jahre mit Stock und Cordhut abzubilden, usw. Mit der Seniorennessel wollen wir dieses unwürdige Verhalten anprangern.

Ebenso wollen wir mit der Senioren-Rose Ansporn auslösen, Alter(n) positiv darzustellen. Der Österreichische Seniorenrat will mit diesem Medienpreis ein Bewusstsein schaffen und die Öffentlichkeit aufrütteln, dass jede und jeder älter wird und man deshalb nicht in der Werbung und Medien 'abgestempelt' werden darf. Ziel dieses Medienpreises ist laut Blecha auch, eine Sensibilisierung und Qualifizierung der Medien zu erreichen. Blecha betonte, dass "die demografischen Veränderungen in Europa auch an den Medien nicht spurlos vorübergehen werden." Die 68er Generation geht in Pension, sie ist informations-hungriger, wissens-durstiger, medien-aktiv und kritisch."

Seniorenrats-Präsident Dr. Andreas Khol: "In Österreich sagt man, wenn etwas dreimal stattfindet ist es schon eine Tradition. Somit:
"Senioren-Rose" und "Senioren-Nessel" sind ab heute also Tradition. Und mit unserer neuen Bild-Kategorie gehen wir einen Schritt weiter:
Wir suchen aktiv nach Bildern, die in der Lage sind, die Lebensrealität der älteren Generationen in Österreich abzubilden. Weg von den Parkbank-Sitzern und Taubenfütterern. Aber auch weg von surfenden Solariumbesuchern. All dies mag es in den älteren Bevölkerungsgruppen geben, aber der aller größte Teil der Senioren ist eben weder so noch so. Wichtig ist uns dieser Medienpreis, weil wir sensibilisieren wollen: Ja, in Österreich leben - wie in allen anderen europäischen Ländern auch - immer mehr Menschen über 60. Aber die sind heute so gesund, aktiv und produktiv wie nie zuvor in der Geschichte. Sie sind als Konsumenten wichtige Stütze der Inlandsnachfrage, sind pflegende Angehörige und übernehmen viele Stunden an Kinderbetreuung und Freiwilligenarbeit in den Vereinen. All das müssen moderne Medien auch darstellen und abbilden. Nicht dauernd nur die Kostenfrage!"

ÖJC-Präsident Turnheim "sieht in der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Seniorenrat eine gute Basis für die wirklichkeitsgetreue Darstellung von sozialen Themen, insbesondere im Bereich der Seniorinnen und Senioren. Eine der wichtigsten Aufgaben dabei ist, dass es zu einer Solidarität in der Gesellschaft und nicht zu einem Auseinanderdividieren der verschiedenen Altersgruppen kommt. Der ÖJC als größte standespolitische Journalistenorganisation in Österreich hat insbesondere die Aufgabe, die journalistische Qualität zu verbessern."

Die Preise Senioren-Rose und Senioren-Nessel werden jeweils in den Kategorien "Journalismus", "Werbung" und - heuer erstmals - "Bild" vergeben. Die Senioren-Rose und die Senioren-Nessel werden mit Sachpreisen dotiert. Für die Kategorie "Bild" gibt es für die beiden besten und positivsten Darstellungen zusätzlich einen Geldpreis von je 500 Euro.

Vorschläge für die Senioren-Rose können alle Mitglieder des Österreichischen Journalisten Clubs sowie Redaktionen aller Print-und Funkmedien in Österreich einreichen.

Vorschläge für die Senioren-Nessel können alle Seniorinnen und Senioren sowie und Seniorenorganisationen oder -vereinigungen in Österreich einreichen.

Bewertet werden Beiträge aus dem Erscheinungszeitraum 01. September 2010 bis 30. November 2011. Ende der Einreichungsfrist ist der 30. November 2011, 24.00 Uhr (Poststempel). Die Verleihung des Preises findet voraussichtlich Ende Jänner 2012 statt.

Die Anträge sind zu richten an: Österreichischer Journalisten Club, Kennwort "Senioren-Rose / Senioren-Nessel 2011", Blutgasse 3, 1010 Wien
E-Mail: office@oejc.at
Telefonische Auskünfte sind unter der Rufnummer 01/98 28 555/0 zu erhalten.

Jury

Vorsitzender: Fred Turnheim
3 Vertreter des Österreichischen Journalisten Clubs, 6 Vertreter des Österreichischen Seniorenrates

Vergaberichtlinien

1. Auswahlkriterien "Senioren-Rose" in den Kategorien "Journalismus" ,"Werbung" und "Bild" im Detail: Wird durch die vorliegenden Texte oder darin verwendete Worte, durch illustrierende Bilder, Werbeslogans, -sujets oder -artikel - zur Schaffung eines dem Stellenwert der Seniorinnen und Senioren von heute gerecht werdenden Bildes der älteren Generationen in der Gesellschaft (besonders in Öffentlichkeit und Medien) beigetragen? - ausdrücklich auf die gesellschaftliche Leistung der älteren Generationen, auf positive Veränderungen der vergangenen Jahre, wie auch der näheren Zukunft, hingewiesen? - eine Stärkung des Miteinander aller Generationen, besonders von Jung und Alt, unterstützt?

2. Auswahlkriterien "Senioren-Nessel" in den Kategorien "Journalismus", "Werbung" und "Bild" im Detail: Werden durch die vorliegenden Texte, durch Bilder oder Illustrationen, Werbeslogans oder -sujets die älteren Generationen - als gesellschaftliche Randgruppen dargestellt, - in ihrer Würde herabgesetzt, - bewusst in negative Zusammenhänge gebracht? Wird eine jener schablonenartig vorgefassten Meinungen unterstützt (z.B. Alter = Krankheit, Senioren sind unbeweglich, inaktiv, Taubenfütterer ...), die in der Realität -wenn überhaupt - nur auf eine Senioren-Minderheit zutreffen? Werden in Darstellung / Abbildung der Seniorinnen und Senioren oder deren Lebensweise bewusst negative Attribute zugeordnet (künstliches Gebiss, Gehilfe, Hörgerät ...)? Wird offensichtlich ein Konflikt zwischen den Generationen geschürt?

3. Die Senioren-Rose kann innerhalb von fünf Jahren nur einmal an eine Journalistin oder einen Journalisten ein und desselben Mediums (mit Ausnahme von Werbeagenturen und kommerziellen Pressestellen) vergeben werden.

4. Die Preisträgerermittlung erfolgt jährlich durch eine unabhängige Jury. Der Vorsitzende der Jury ist der Präsident des Österreichischen Journalisten Clubs. Wenn weniger als drei Jurymitglieder bei der Sitzung anwesend sind, wird die Jury vom Präsidenten des ÖJC neuerlich einberufen. Diese Sitzung ist dann auf jeden Fall beschlussfähig. Die Sitzungen der Jury sind vertraulich. Die Jury entscheidet als Gremium von Einzelpersonen, die Mitglieder der Jury können sich nicht vertreten lassen und sind weisungsfrei.

5. Die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt durch den Präsidenten des Österreichischen Journalisten Clubs im Beisein der beiden Präsidenten des Österreichischen Seniorenrates. Die Durchführung der Veranstaltung zur Übergabe der Preise obliegt dem ÖJC und dem ÖSR.

6. Zur Einreichung zur Senioren-Rose in den Kategorien "Journalismus" ,"Werbung" und "Bild" sind alle Mitglieder des ÖJC, die Redaktionen aller Printmedien, sowie Film, Funk- und elektronischer Medien in Österreich berechtigt. Die Jury oder einzelne Mitglieder können auch von sich aus Kandidaten nominieren, ebenso sind Eigenbewerbungen möglich. Die Nominierung muss innerhalb der Einreichfrist erfolgen und ist den Jurymitgliedern bekannt zu machen.

7. Zur Einreichung zur Senioren-Nessel in den Kategorien "Journalismus", "Werbung" und "Bild" sind alle Seniorinnen und Senioren sowie Seniorenorganisationen bzw. -vereinigungen aller Art in Österreich berechtigt. Die Jury oder einzelne Mitglieder können auch von sich aus Kandidaten nominieren. Die Nominierung muss innerhalb der Einreichfrist erfolgen und ist den Jurymitgliedern bekannt zu machen.

8. Sämtliche Einreichungen sind von der Jury in einer gemeinsamen Sitzung einzeln zu bewerten. Für die Bild- und Tonträger muss eine gemeinsame Sitzung erfolgen.

9. Die Jury trifft ihre Wahl ohne Rücksicht auf Zugehörigkeit zu einer politischen Partei, einem Verein oder Interessengruppen der Kandidaten und mit besonderem Bedacht auf die Vorbildwirkung der Medien im Hinblick auf ein positives Bild des Alters.

10. Die Abstimmung der Jury erfolgt geheim. Zur Vergabe der Preise ist die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich. Bei Feststellung der Stimmenanzahl werden ungültige Stimmen und Stimmenthaltungen mitgezählt.

Im 1. Wahlgang sind die Bestgereihten nach dem Prinzip der relativ meisten Stimmen festzustellen. Sofern kein Bewerber im 1. Wahlgang die absolute Mehrheit der Stimmen erhält, ist der Preisträger durch weitere Wahlgänge aus den Bestgereihten des vorangegangenen Wahlganges zu ermitteln.

11. Die Preise können nicht geteilt werden. Die Jury kann in Ausnahmefällen eine "Besondere Anerkennung" aussprechen. Diese Anerkennung wird im Rahmen der Verleihung vom Präsidenten des ÖJC öffentlich ausgesprochen.

12. Alle Einsender von Bildern müssen auch über die jeweiligen Bildrechte verfügen. Mit dem Geldpreisen von je 500 Euro in der Kategorie "Bild" werden sämtliche Rechte für diese beiden prämierten Bilder an den Österreichischen Seniorenrat abgetreten.

Markenschutz:

Die Medienpreise "Senioren-Rose" und "Senioren-Nessel" sind als Marke geschützt.

Technische Hinweise:

Film- und Fernsehproduktionen bitte nur auf DVD einsenden, Hörfunksendungen nur auf Audio-CD bzw. elektronisch in Form allgemein gebräuchlichem Dateiformate, Bilder in der Kategorie "Bild" jedenfalls immer auch als Hard-Copy.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Journalisten Club
Margarete Turnheim, Generalsekretärin
Tel: (01) 982 85 55-0
office@oejc.at
http://www.oejc.at

Österreichischer Seniorenrat
Mag. Michael Schleifer
Tel: 0699/194 37 222
kontakt@seniorenrat.at
http://www.seniorenrat.at

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