Bayr zum Weltkindertag: Gewalt gegen Kinder generell verbieten

Nur fünf Prozent der Kinder weltweit durch Gesetze geschützt

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des internationalen Weltkindertages am 20. September mahnt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, zu mehr Wachsamkeit im Bezug auf Gewalt gegen Kinder. "Nach Untersuchungen des Kinderhilfswerkes UNICEF (United Nations International Children's Emergency Funds) werden in 35 Entwicklungs-und Schwellenländern drei von vier Kindern gewaltsam bestraft. 500 Millionen bis 1,5 Milliarden Kinder weltweit sind Jahr Opfer von Gewalt", sagte Bayr am Dienstag im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. ****

Die Zahlen sind deswegen so ungenau, weil nur die Hälfte der Kinder in Entwicklungsländern offiziell registriert ist. "Gewalt und Missbrauch an Kindern ohne Papiere wird nirgendwo festgehalten und wird dementsprechend auch nicht geahndet", so die Entwicklungssprecherin. Wichtig seien daher demographische Erhebungen und der politische Wille zur Veränderung, um die Kindern in den betroffenen Ländern rechtlich zu schützen.

Bayr, die Mitglied im Menschrechtsausschuss des Nationalrats ist, fordert daher, dass "international Maßnahmen gesetzt werden, Gewalt gegen Kinder generell zu verbieten. Nur in 29 von 200 Staaten ist Gewalt gegen Kinder momentan vollständig verboten. Damit sind weltweit nur rund fünf Prozent der Kinder durch Gesetze geschützt und das ist eindeutig zu wenig", so die Nationalratsabgeordnete. Darüber hinaus bedarf es bewusstseinsbildender Kampagnen, die gegen Gewalt sensibilisieren und potentielle TäterInnen davon abschrecken, ihre körperliche Überlegenheit gegenüber Kindern gewalttätig auszuleben.

Betroffen von Gewalt sind, wie so häufig, besonders Mädchen und Frauen. "Mädchen sind besonderen Gefahren ausgesetzt. Ehrenmorde, Genitalverstümmelung sowie Zwangs- und Kinderehen sind in manchen Entwicklungsländern verbreitet. Jedes Jahr sterben laut UNICEF rund 70.000 Mädchen an den Folgen zu früher Schwangerschaften", so die Bereichssprecherin für globale Entwicklung. (Schluss) sa/mp

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