"Aus dem Rahmen" am 20. September auf TW1 - Karl Hohenlohe erkundet das Leopoldmuseum

Bei seinem Besuch im Museumsquartier trifft Karl Hohenlohe im Leopoldmuseum u.a. die Kunstsammlerin Dr. Elisabeth Leopold sowie den Architekten Laurids Ortner.

Wien (OTS) - "Die Tote Stadt" - der Name eines vor genau 100
Jahren entstandenen Gemäldes des Expressionisten Egon Schiele. Karl Hohenlohe will mehr über den bedeutenden Künstler der Wiener Moderne erfahren. Bei seiner Expedition durch das Leopoldmuseum erzählt ihm Dr. Elisabeth Leopold die Details. Schieles Leben sei von Melancholie durchzogen gewesen, weiß die Kunstsammlerin und Witwe des im Vorjahr verstorbenen "Schiele-Entdeckers" Rudolf Leopold.

44 Ölbilder Schieles seien im Leopoldmuseum zu bewundern und sie weiß zu jedem von ihr erworbenen Bild eine Geschichte dazu. Bei der Frage nach ihrem persönlichen Lieblingsbild führt der Weg zu Schieles "Herbstbaum in bewegter Luft". Leopold beschreibt es als eine Art Lebensbaum. Aber "nicht alleine das Thema hat mich so begeistert, sondern die Malerei." Die Kunstsammlerin bestaunt jede einzelne Finesse des Werkes. Jedes Ästchen stehe mit dem Hintergrund perfekt in Verbindung. Warum Schiele gerade im Frühling einen Herbstbaum machen wollte, verrät Leopold bei "Aus dem Rahmen".

Handschriftliche Notizen, Briefe, Bücher und andere Kuriositäten des Künstlers können im Egon Schiele Dokumentationszentrum bewundert werden. Karl Hohenlohe findet dort ein Exponat ganz besonders interessant. Chefin Mag. Sandra Tretter weiß mehr über das Spielzeug-Pferd, das Egon Schiele als 20-Jähriger in seinem Besitz hatte: "Er hat es gerne auf Reisen herumgetragen." Zudem sei es in einigen seiner Werke wiederzufinden. "Es tauchen immer wieder Dinge auf, die sich im originalen Besitz von Egon Schiele befunden haben", erzählt Tretter. Von besonderer Bedeutung seien für sie jene zwei Briefe, die Rudolf Leopold drei Tage vor seinem Tod für das Museum ersteigert hatte.

Die Chefin des Dokumentationszentrums präsentiert aber auch eine eher weniger bekannte Facette des Künstlers: "Man kennt Schiele als Maler, Grafiker und Zeichner, aber nicht als Dichter." Wie viele Gedichte des Expressionisten bekannt sind, welche Karl Hohenlohe zu Gesicht bekommt und warum das Papier nur mit Handschuhen berührt werden darf, zeigt "Aus dem Rahmen" am 20. September um 19:45 Uhr.

Im Laufe seiner Expedition trifft Karl Hohenlohe auch Dr. Diethard Leopold, den Sohn des Museumsstifters. Als Kurator der Ausstellung "Wien 1900" verrät er die Hintergründe dieser umfassenden Schau. Bilder, Kunsthandwerk, Schmuck und Möbel - angereichert mit Literatur und Musikbeispielen - seien hier zu bestaunen. Eine Ausstellung und ein Museum mit unzähligen liebevollen Details.

Bis es allerdings soweit war und das Leopoldmuseum vor 10 Jahren ins Leben gerufen werden konnte, gab es einige Hürden zu überwinden. Mehr darüber weiß Laurids Ortner, der Architekt des Museumsquartiers -Karl Hohenlohe hat sich schlau gemacht.

Sendezeiten:
Erstausstrahlung
Weitere Ausstrahlungen am Do, 22.9.2011 um 23:45-00:15 Uhr, Sa, 24.9.2011 um 10:00-10:30 Uhr und 22:45-23:15 Uhr und So, 25.9.2011 um 19:35-20:05 Uhr

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