Blecha: Für solidarische Finanzierung der Pflege und Valorisierung des Pflegegelds - gegen Regress

Mit Pflegefonds und besserer sozialrechtlicher Absicherung pflegender Angehöriger viel erreicht - Jetzt Gehaltssituation von in der Pflege Tätigen verbessern

Wien (OTS/SK) - Der Pensionistenverband Österreichs (PVÖ) tritt für eine langfristige, solidarische Finanzierung des österreichischen Pflegesystems sowie die Valorisierung des Pflegegelds ein und erteilt dem Regress eine klare Absage. Das betonte Karl Blecha, Präsident des PVÖ, heute, Montag, in einer Podiumsdiskussion zum Thema "Was ist zu tun, damit Pflege und Betreuung nachhaltig gesichert sind?", im Rahmen der Außerparlamentarischen, von der Gewerkschaft der Privatangestellten Druck - Journalismus - Papier (GPA-djp) und der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida veranstalteten, Enquete "Soziale Arbeit ist mehr wert". ****

Der PVÖ-Präsident führte weiter aus, dass mit der Einführung des Pflegefonds und der besseren sozialen Absicherung von pflegenden Angehörigen bereits große Meilensteine zur Verbesserung und Absicherung des österreichischen Pflegesystems gesetzt worden sind. "Mit dem durch Sozialminister Rudolf Hundstorfer eingeführten Pflegefonds, ist Österreichs gutes Pflegesystem bis 2014 gesichert. Für die Zeit nach 2014 müssen wir offen über vermögensbezogene Steuern als solidarische Finanzierungsquelle diskutieren. Denn in Österreich herrscht eine soziale Schieflage, die nicht länger akzeptiert werden kann. Der Staat bezieht nur 1,3 Prozent seiner Mittel aus Vermögenssteuern, 67 Prozent stammen aus der Lohn- und Umsatzsteuer", stellte Blecha klar.

Der nächste Schritt müsse nun sein, die Aus- und Weiterbildung im Pflegebereich zu forcieren und die Gehaltssituation der im Pflegebereich tätigen Menschen zu verbessern. "Österreichs Pflegesystem muss nicht nur finanziell abgesichert sein, wir müssen den Betroffenen auch die beste Betreuung und den im Pflegeberuf tätigen Menschen ein faires Gehalt garantieren", sagte Blecha. Neben dem PVÖ-Präsidenten nahmen an der Diskussion auch Dwora Stein, Bundesgeschäftsführerin der GPA-djp, Willibald Steinkellner, stv. Vorsitzender der Gewerkschaft vida, Alexandra Strickner, Vertreterin der Plattform "Wege aus der Krise" und Manuela Vollmann, Geschäftsführerin des abz austria, teil. (Schluss) sv/bj

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0002