KURIER: Sabotage an General Entachers Dienstauto

Abwehramt ermittelt im Verteidigungsministerium

Wien (OTS) - Nach einem Sabotageakt gegen den abgesetzten Generalstabschef Edmund Entacher herrscht beim Bundesheer helle Aufregung. Der Täter muss aus dem Ministerium kommen, vermutet man im Abwehramt.

Der General, der gegen seine Absetzung durch Verteidigungsminister Norbert Darabos kämpft, war am 12. September in seinem Dienstauto, einem Volvo S 80, von Wien nach Villach unterwegs. Auf der Südautobahn vernahm der Fahrer erstmals verdächtige Geräusche. Nach Graz-Ost wurden die Geräusche lauter, und das Lenkrad begann zu vibrieren. Der Fahrer machte eine Notbremsung und stellte Manipulationen am linken Vorderrad fest. Alle Radmuttern waren locker.
Im Verteidigungsministerium wird eine Schlamperei in der Werkstätte ausgeschlossen.

Jetzt ermittelt der militärische Geheimdienst. Dort geht man von einem Sabotageakt aus. Dabei steht der Verdacht im Raum, dass der Täter aus Kreisen des Verteidigungsministeriums kommt. Denn Entachers Dienstwagen wird in der hauseigenen Tiefgarage in der Rossauer-Kaserne geparkt, wo nur Heeresangehörige Zutritt haben.

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