Berlakovich: Betriebe, Gemeinden und Regionen - unsere wichtigsten Partner beim Klimaschutz im Verkehr

100 steirische und Kärntner Betriebe und Gemeinden diskutierten neue Mobilitätskonzepte

Weiz (OTS) - Unter dem Motto "Klima schützen, Gemeinden und Wirtschaft stärken, Arbeitsplätze schaffen" diskutierte Umweltminister Niki Berlakovich heute im Rahmen der klima:aktiv mobil Länderkonferenz für Steiermark und Kärnten mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeitsmarkt über die Zukunft der Mobilität in Österreich. Über 100 VertreterInnen von Betrieben, Städten, Gemeinden, Regionen und Vereinen nutzten die Möglichkeit, ihre umgesetzten und geplanten Mobilitätsprojekte zu präsentieren, sich untereinander auszutauschen und sich über die vielfältigen Maßnahmen und Förderungen des Lebensministeriums zu informieren. "Der Energieverbrauch wird weiterhin stark ansteigen. Der Verkehr ist zu 95 Prozent von Erdöl abhängig, daher ist es wichtig, den Verbrauch umweltfreundlicher zu gestalten. Mit dem klima:aktiv mobil Förderprogramm unterstützen wir Investitionen in eine klimaschonende Mobilitätszukunft. Bereits 1.800 klima:aktiv mobil Projektpartner sparen gemeinsam 450.000 Tonnen CO2 ein. Mit einer Fördersumme von über 42 Mio. Euro fördern wir Fuhrparkumstellungen, Projekte zu Elektromobilität, Mobilitätsmanagement und Radverkehr. Und das mit Erfolg. Seit 2005 konnten die CO2-Emissionen um 12 % gesenkt werden", betont Umweltminister Niki Berlakovich im Rahmen der Konferenz.

Steiermark und Kärnten: Vorsprung durch Innovation im Verkehr

Die beiden Bundesländer Steiermark und Kärnten sind Vorreiter in Sachen Umweltschutz. Der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt vor allem auf der Umstellung der Fuhrparks auf alternative Antriebe wie Elektro- oder Erdgasfahrzeuge, sowie der Forcierung des Radverkehrs. In der Steiermark wurden bisher 258 klima:aktiv mobil Projekte mit einer CO2-Reduktion von 85.712 Tonnen umgesetzt. In Kärnten waren es 91 Projekte mit einer Einsparung von 16.969 Tonnen CO2. Landesrat Johann Seitinger betonte: "Es ist nicht unsere Aufgabe, die Zukunft vorauszusagen, sondern gut auf sie vorbereitet zu sein. Wir sichern die wirtschaftliche Zukunft unserer Kinder nicht mit Kohlekraftwerken und Benzinmotoren, sondern mit sauberen Technologien, die weltweit gebraucht werden. Alle Ansätze der Klimaschutzmaßnahmen bringen uns neben höchster Sicherheit im Bereich der Energieversorgung auch neue Wertschöpfungsansätze und Arbeitsplätze. Investitionen in den Klimaschutz sind die nachhaltigsten Investitionen überhaupt! Es müssen zukunftsfähige und leistbare Modelle entwickelt werden, um den Menschen erneuerbare Energie und Solarenergie "schmackhaft" zu machen. Als Ergänzung zu den erneuerbaren Energieträgern sollen Holz und andere ökologische Baustoffe verstärkt eingesetzt werden, um sinnvolle Synergien herzustellen."

Peter Steinkellner, Verkehrsstadtrat der Stadt Klagenfurt, hob das notwendige Engagement der Gemeinden hervor: "Es ist Aufgabe der Gemeinden, für ein attraktives Angebot an Radwegen und öffentlichen Linien zu sorgen. Nur so und mit Hilfe einer intensiven Bewusstseinsbildung kann der schrittweise Umstieg jedes Einzelnen vom PKW auf das Fahrrad, den öffentlichen Verkehr oder auch die E-Mobilität ermöglicht werden. Die ökologische Umrüstung der städtischen Verkehrsflotten ist ein zusätzlicher Impuls für Umweltschutz und Wirtschaft. Als Verkehrsreferent liegt mir diese positive Entwicklung sehr am Herzen." Helmut Mödlhammer, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, ergänzte: "Das klima:aktiv mobil Programm stellt ein wichtiges Instrument zur Förderung der Umsetzung notwendiger Energieeffizienzmaßnahmen in den Gemeinden dar. Gemeinden waren immer schon Vorreiter in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Durch die vielen Projekte, die die Gemeinden Jahr für Jahr nicht zuletzt aufgrund der bestehenden Förderprogramme in Angriff nehmen - von Fuhrparkumstellungen angefangen, über klimaschonendes Mobilitätsmanagement bis hin zum Einsatz erneuerbarer Energien - werden die Gemeinden einmal mehr ihrer Vorbild- und Multiplikatorwirkung gerecht. In vielen Bereichen, so etwa in der thermischen Sanierung, waren die Gemeinden die Initialzündung dafür, dass der einzelne Bürger "klimaaktiv" wurde.

Energieregion Weiz-Gleisdorf: Eine ganze Region fährt ab!

Dass die klima:aktiv mobil Länderkonferenz in Weiz abgehalten wurde, ist kein Zufall. Die Region besteht aus einem Zusammenschluss von 18 Gemeinden, die gemeinsam das Ziel verfolgen, das bis 2020 in der Region gleich viel Energie erzeugt, wie verbraucht wird. Die Schwerpunkte der Aktivitäten liegen auf Umstellungen auf E-Fahrzeuge, Bewusstseinsbildung, gemeindeübergreifende Veranstaltungen wie beispielsweise die Pedelec-Schlossberg-Challenge, eine Käferbohnenrundfahrt oder eine Fahrrad-Schnitzeljagd und die Verbesserung der Schnittstelle Radverkehr und öffentliche Verkehrsmittel. "Unsere Region setzt mit Herz und Hirn auf zukunftsorientierte Themen wie jene der E-Mobilität. Der technische Fortschritt sowie politische Entwicklungen erfordern gute und nachhaltige Lösungen. Neben dem politischen Willen sind intelligente Investitionsfreudigkeit sowie die Darstellung des Nutzens für die BürgerIn wesentlich. Auch kompetente PartnerInnen sind Teil des Erfolgs. Glücklicherweise bringt die Region bereits viel an Wissen, Ressourcen, Erfahrungen und Erfolge mit. Mit diesen Voraussetzungen werden wir hervorragend die Herausforderungen der Zukunft meistern", so Iris Absenger-Helmli, Geschäftsführerin der Energieregion Weiz-Gleisdorf.

Stärkung der Wirtschaft durch umweltfreundliche Mobilität

Klimaschutz im Verkehr bedeutet nicht nur eine Senkung des CO2-Ausstoßes, er bringt auch Chancen für Betriebe und Gemeinden am Arbeitsmarkt. "Mit dem Masterplan für green jobs haben wir im Lebensministerium eine Strategie zur weiteren Forcierung von Arbeitsplätzen im Umweltbereich erstellt. Bis 2020 sollen 100.000 neue green jobs geschaffen werden, 15.000 davon im Verkehr", so Umweltminister Niki Berlakovich. Die Wirtschaftskammer ist in Österreich ein starker Partner des Lebensministeriums. "Elektromobilität wird in Zukunft eine wichtige Rolle im Verkehr spielen. Das ist eine große Chance, die Luftqualität zu verbessern und klimaschädliche Emissionen einzusparen. In der Steiermark ansässige Firmen sind maßgeblich an der Entwicklung der Technologien beteiligt. Man darf dabei aber nicht vergessen: Strom kommt nicht einfach aus der Steckdose. Damit diese sauberen Elektrofahrzeuge auch mit sauberer Energie betrieben werden können, muss der Ausbau der Wasserkraft vorangetrieben werden", so Josef Herk, Präsident der Wirtschaftskammer Steiermark.

Das steirische Unternehmen Feistritzwerke STEWAG GmbH setzt besonders auf Kilometer- und Spritsparen, Tourenoptimierungen, den Einsatz modernster IT Technologien für Tourenoptimierungen und Bewusstseinsbildung bei den MitarbeiterInnen. "Mit unserem Programm 'Gib Sonne in den Tank' und dem intelligentem KFZ Flottenmanagement sparen wir Kosten und schonen die Umwelt", so Geschäftsführer Walter Schiefer.

Präsentation von Good Practice Beispielen und Auszeichnung zahlreicher klima:aktiv mobil Projektpartner

Der zweite Teil der Konferenz stand ganz im Zeichen des Dialogs und Erfahrungsaustausches. Zahlreiche klima:aktiv mobil Projektpartner aus der Steiermark und Kärnten präsentierten ihre bereits erfolgreich umgesetzten Mobilitätsprojekte, wie beispielsweise Feistritzwerke GmbH, Energieregion Weiz-Gleisdorf, Kostmann GesmbH, Schotter- und Betonwerk Karl Schwarzl Betriebsgesellschaft m.b.H, Tourismusverband Bad Radkersburg, Tourismusregion Velden, Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen, die Stadt Weiz, die Gemeinde Hartberg und die Marktgemeinde Lieboch. "Mit unseren Veranstaltungen setzen vor allem auf Dialog, Vernetzung und gegenseitiges Lernen. Die heutige Länderkonferenz in Weiz hat gezeigt, dass Umwelt- und Klimaschutz einen großen Stellenwert bei den steirischen und Kärntner Gemeinden und Betrieben hat. Nur gemeinsam kann es uns gelingen, den Verkehr in Österreich umweltschonend und energieeffizient weiterzuentwickeln und den CO2-Ausstoß im Verkehrsbereich zu senken", so Berlakovich abschließend.

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T: 01-71100-6703
stefan.ratzenberger@lebensministerium.at
www.klimaaktivmobil.at/greenmobility
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