Häupl/Wehsely: Oktober wird zum Monat der SeniorInnen

Neues Betreuungsangebot in den Häusern zum Leben

Wien (OTS) - Über 384.000 Wienerinnen und Wiener sind 60 Jahre und älter, 80.000 sogar 80 Jahre und älter. Ihnen widmet die Stadt Wien im Oktober den "Monat der SeniorInnen". Bei rund 300 verschiedenen Veranstaltungen wird das umfangreiche und vielfältige Angebot für die älteren Generationen präsentiert. Die "Häuser zum Leben" stellen in diesem Rahmen das neue Angebot des "Betreuten Wohnens" vor.
Gesundes Altern zu ermöglichen - das ist der Stadt Wien ein zentrales Anliegen. "Wir stellen Angebote vor, die gesundes Altern leichter machen. Das umfangreiche und vielfältige Programm richtet sich auch an Seniorinnen und Senioren, die im Alltag Unterstützung benötigen und sich über das Pflege- und Betreuungsangebot informieren möchten", betont Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely. Das SeniorInnenbüro der Stadt Wien informiert über alle Veranstaltungen im Monat der SeniorInnen unter 01/4000-8580 und auf www.senior-in-wien.at

Pflege- und Betreuungsbedarf steigt
Insgesamt beziehen in Wien 86.500 Menschen Pflegegeld. Über den Fonds Soziales Wien förderte die Stadt Wien im Jahr 2010 mehr als 63.000 Wienerinnen und Wiener mit Pflege- und Betreuungsbedarf - gegenüber 2008 ist das eine Steigerung um 5,8 Prozent. Für die Bevölkerungsgruppe der über 80jährigen weist Wien damit die höchste Versorgungsdichte an Pflege und Betreuung in Österreich auf. "Nach der Einigung über den Pflegefonds muss es jetzt eine Perspektive für die zukünftige Finanzierung der Pflege geben", sagt Peter Hacker, Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien. "Wichtig ist aber auch die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Pflege- und Betreuungsleistungen - wir bemerken zum Beispiel eine steigende Nachfrage nach betreuten Wohnmöglichkeiten. Sie ermöglichen älteren Menschen, in der vertrauten Umgebung zu bleiben, auch wenn der persönliche Betreuungsbedarf steigt."

Häuser zum Leben richten Leistungsangebot neu aus
Das Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP) ist mit seinen 31 Häusern zum Leben in fast allen Wiener Gemeindebezirken und 8.800 BewohnerInnen der größte Anbieter für SeniorInnenbetreuung in Österreich. "Mit dem kommenden Jahr beginnen wir mit dem Einstieg zum Umstieg und richten schrittweise unser Leistungsangebot neu aus", erklärte Gabriele Graumann, Geschäftsführerin des KWP.
Es orientiert sich künftig noch mehr als bisher am individuellen Bedarf der SeniorInnen und gliedert sich in drei Bereiche:

1. Betreutes Wohnen
Dabei sollen die Fähigkeiten der älteren Menschen erhalten und gefördert werden, damit sie solange wie möglich so eigenständig wie möglich leben können. Das Angebot umfasst u. a. folgende Leistungen:
- Zu den Basisleistungen zählen neben Unterkunft, Wohnungsreinigung und Instandhaltungsarbeiten auch Hygieneartikel aus dem Produktsortiment der "Häuser zum Leben" und die Verpflegung mit täglich fünf Mahlzeiten sowie heißen und/oder kalten Getränken. - Die Betreuungs- und Pflegeleistungen (gemäß Pflegegeldeinstufung) werden auf jede/n BewohnerIn individuell abgestimmt.
- Im Rahmen der "Tag.Betreuung" wird darüber hinaus die körperliche und geistige Fitness der BewohnerInnen sowie deren Lebensfreude und soziale Kontakte gefördert. Dazu gibt es unterschiedliche Gruppenangebote, die am Vormittag und am Nachmittag in eigens dafür gestalteten "Wohn.Zimmern" stattfinden.
- BewohnerInnen, die ihren Alltag nicht mehr selbst organisieren können, werden in der sogenannten "Tag.Familie" durch den Tag begleitet. Ein breites Angebot an sinnstiftenden Tätigkeiten trägt dazu bei, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu erhalten oder durch laufendes Training zu verbessern.

2. Unterstütztes Wohnen
Für SeniorInnen, die keine Pflege brauchen, aber aus guten Gründen nicht zuhause bleiben können (z. B. Substandardwohnung ohne Lift), bieten die Häuser zum Leben das Programm "Unterstütztes Wohnen". Hier führen die SeniorInnen ein selbstständiges Leben in ihrer eigenen Wohnung im PensionistInnen-Wohnhaus.

3. Gepflegt Wohnen
Das Programm "Gepflegt Wohnen" ist für BewohnerInnen gedacht, die rund um die Uhr Betreuung und Pflege durch qualifizierte Fachkräfte benötigen. SeniorInnen mit einem Betreuungs- und Pflegebedarf ab Pflegegeldstufe 3 können dieses Angebot in Anspruch nehmen.
"Das klassische SeniorInnen-Appartement ohne begleitende Betreuung ist immer weniger gefragt", begründet Gabriele Graumann, Geschäftsführerin der Häuser zum Leben, die Einführung des neuen Betreuungsmodells. "Ältere Menschen wollen und können heute länger zuhause leben und ziehen erst dann in ein PensionistInnen-Wohnhaus, wenn sie den Alltag in den eigenen vier Wänden nicht mehr gut alleine bewältigen können", erläutert Graumann. "Diesen Trend beobachten wir bereits länger: Das Durchschnittsalter unserer BewohnerInnen liegt inzwischen bei 86 Jahren und die Anzahl der Betreuungs- und Hilfeleistungen in unseren Häusern ist in den letzten fünf Jahren um rund 50 Prozent gestiegen", so die KWP-Geschäftsführerin abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Johann Baumgartner
Mediensprecher Stadträtin Maga Sonja Wehsely
Tel.: 01/ 4000/ 81 238
Fax: 01/ 4000/99 81 238
Handy: 0676/8118 69549
E-Mail: johann.baumgartner@wien.gv.at

Gerda Füricht-Fiegl
Pressesprecherin
Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser
Telefon: 01 313 99-170 231
Mobil: 0676 832 50 361
E-Mail: gerda.fuericht-fiegl@kwp.at
Web: www.kwp.at

Iraides Franz
Tel.: 01/40 00 - 66 312
Mobil: 0676/8118 66312
E-Mail: iraides.franz@fsw.at
Web: www.fsw.at

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