VP-Aichinger: Vassilakou widerspricht eigener Studie

Wien (OTS) - "Es ist unverständlich, dass Verkehrsstadträtin Vassilakou die Ergebnisse der von ihr in Auftrag gegebenen Studie einfach negiert und das Gegenteil des Studienergebnisses verlangt", kritisiert der Klubobmann der ÖVP Wien, LAbg. Fritz Aichinger. Tatsächlich habe die Expertenstudie sowohl die Shared-Space-Variante der Neubauer Grünen als auch die Fußgängerzone, wie sie die Bezirksvorsteherin des sechsten Bezirk gefordert hat, als nicht empfehlenswerte Varianten eingestuft. Die Variante mit höchster Plausibilität wäre, folgt man der Studie, eine Einbahnführung auf der gesamten Mariahilferstraße stadtauswärts. Genau diese von den Experten, den Geschäftsleuten und den Bezirksbewohnern favorisierte Variante lehnt aber Vassilakou vehement ab. "Erst eine teure Studie in Aufrag geben und dann einfach das Ergebnis öffentlich zu negieren, zeugt von wenig verkehrspolitischer Kompetenz der Grünen", so Aichinger.

Offensichtlich sei es der Plan der Verkehrsstadträtin, die Studie so lange zu zerreden, bis das ihr genehme Ergebnis herauskomme. Wenn man sich aber Experten bediene, so müsse man deren Ergebnisse auch akzeptieren und nicht genau das Gegenteil fordern. Diese Opposition zur eigenen Studie zeige, dass die Grünen ein Jahr nach Koalitionseintritt noch immer nicht in ihre Rolle als Regierungspartner geschlüpft seien. "Man gewinnt auch zunehmend den Eindruck, dass Vassilakou ihre ganze Energie für das Prestige-Projekt Mariahilferstraße aufwendet, andere Verkehrsproblematiken in Wien jedoch komplett links liegen lässt", so Aichinger weiter.

Die ÖVP könne sich die von den Verkehrswissenschaftlern favorisierte Einbahnlösung stadtauswärts durchaus vorstellen, vorausgesetzt, die Mariahilferstraße werde nicht so rückgebaut, dass im Notfall bei der Sperre einer Fahrbahn der gesamte Verkehr lahm gelegt werde. Außerdem müsse sichergestellt werden, dass Parkplätze erhalten bleiben und der Verkehr nicht in den 7. Bezirk verdrängt werde. Diese offenen Punkte müssen bei einer Variantenprüfung noch geklärt werden, ehe man sich zu Verkehrsmaßnahmen auf der Mariahilferstraße entschließe.

"Unüberlegte planerische Schnellschüsse bei der Mariahilferstraße können sich auf die Qualität der Straße als Nahversorgungszentrum, aber auch als Wohnort rasch negativ auswirken", so Aichinger abschließend.

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